Mit einem großen Festprogramm hat die Erziehungswissenschaftliche Fakultät am vergangenen Freitag (1. Februar) den 25. Jahrestag ihres Bestehens gefeiert. Zahlreiche Gäste waren in den neuen, schmucken Hörsaal des 2018 eingeweihten Erziehungswissenschaftlichen Zentrums (EWZ) gekommen, um das zu würdigen, was die Fakultät im vergangenen Vierteljahrhundert erreicht hat. Und das ist einiges.

„Der Werdegang der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät liest sich wie eine Erfolgsgeschichte“, sagte Dekanin Simone Reinhold, die erste Frau an der Spitze der Fakultät. Zur Vorbereitung ihres Festvortrags hatte sie ihre Amtsvorgänger nach deren Meinung und Erinnerungen befragt und die Antworten in ihre Rede einfließen lassen. Ein intensiver, konstruktiver Diskurs sei schon immer Teil der Fakultätskultur gewesen. „Das ist etwas sehr Besonderes. Wir sollten daran festhalten“, betonte Reinhold.

Den Gästen im Hörsaal des EWZ wurde schnell klar, dass dies längst nicht die einzige Besonderheit der Fakultät ist. Auch Sachsens Wissenschaftsministerin Eva-Maria Stange war des Lobes voll über die Jubilarin, die in den vergangenen 25 Jahren „mit viel Herzblut“ ein Portfolio aufgebaut habe, das in Deutschland einzigartig ist. Sie sei mehr als eine Fakultät, die Lehrer und Erziehungswissenschaftler ausbildet. „Hier ist die Lehrerbildung nicht das fünfte Rad am Wagen, wie so oft in Deutschland, sondern sie spielt die erste Geige“, sagte der Gast aus Dresden. Unsere Universität sei mittlerweile die größte Ausbildungsstätte für Lehrer in Sachsen. Die Zahl der Lehramtsstudierenden ist ihr zufolge von 4.000 im Jahr 2012 auf aktuell über 5.600 gestiegen. Jetzt gehe es auch darum, den veränderten Anforderungen an die Lehrerqualifikation gerecht zu werden. Dazu gehörten Digitalisierung und Heterogenität in den Lernprozessen.

Auch Stanges Ministerkollege im Kultusressort, Christian Piwarz, sagte, die Fakultät habe seit ihrer Gründung am 2. Februar 1994 viel geleistet und sei „die tragende Institution der Lehrerausbildung“. In allen sieben Förderschwerpunkten bilde die Fakultät Lehrer aus. „Das ist nicht selbstverständlich“, so der Minister. Rektorin Beate Schücking nutzte die Gelegenheit, um sich noch einmal bei der Landesregierung über den Neubau des Erziehungswissenschaftlichen Zentrums zu bedanken. Sie betonte, dass unsere Universität als Sachsens Zentrum der Lehrerausbildung eine große Verantwortung trage. Die Lehrenden ermöglichten den Studierenden ein qualitativ hochwertiges Studium.

Die Arbeit an Kindern und für Kinder stehe im Mittelpunkt, sagte Reinhold, die gemeinsam mit Dekanatsrätin Sylvia Huber charmant-locker durchs Programm führte. Dass die Ausbildung der heranwachsenden Generation prägend für diese Fakultät ist, zeigte auch das Programm des Jubiläumsfestes. Zum Auftakt zeigte der Kinderchor der Lessingschule Leipzig, wie musikalisch und zugleich tänzerisch begabt Viertklässler sein können. Für weitere musikalische Intermezzi sorgten der Chor der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät sowie Alt-Dekan Harald Marx am Flügel.

Studierende der Fakultät fegten etwas später in ihrer Tanzperformance wie ein Trommelwirbel über die Bühne. Zwischen zwei Talkrunden gab es einen Videogruß des Fröbel-Kindergartens „Am Elsterbecken“ zu sehen, der auch im vergangenen Jahr ins EWZ eingezogen ist und die Forschung zur frühkindlichen Entwicklung an der Fakultät unterstützt.

„Vielleicht prägen wir eine besondere Generation von Lehrkräften“, betonte die Dekanin und dankte allen, die zur so erfolgreichen Entwicklung der Fakultät beigetragen haben.

(Susann Huster, Medienredaktion der Universität Leipig)

 

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Talkrunde, moderiert von Prof. Dr. Christian W. Glück



Aktuelles an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät


Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 07. Februar 2019 10:29