Forschungsprojekt

Die multimodale Konstitution und Transformation des Unterrichtsthemas (Dissertationsprojekt)

Projektleitung:
Prof. Dr. Maria Hallitzky
Prof. Dr. Jörg Dinkelaker
Johanna Leicht

Beschreibung:

Bezogen auf den Schulunterricht fragen sowohl die Allgemeine Didaktik als auch die verschiedenen Fachdidaktiken nach den Inhalten, mit denen Lehrende und Lernende einen spezifisch vermittelten „Out-Put“ erreichen sollen. Wie und als was diese Inhalte in der alltäglichen Unterrichtsinteraktion zum Thema werden, ist dadurch aber noch nicht festgelegt. Hier setzt das Forschungsvorhaben an und geht ganz grundsätzlich davon aus, dass Unterrichtsthemen nicht vorgängig vorhanden sind. In der realisierten Unterrichtspraxis werden Inhalte – so die Annahme – einem situativen Transformationsprozess unterworfen, wodurch Themen in komplexen Praktiken zwischen Körpern und Dingen entstehen. Als „Unterrichtsthema“ bezeichne ich also empirisch rekonstruierte Themen der sozialen Situation „Unterricht“, die Bezüge zu curricular gesetzten Lehr-Lern-Inhalten aufweisen. Das Dissertationsprojekt fokussiert damit die Frage, wie sich ein Unterrichtsthema bildet. Das Forschungsinteresse bezieht sich dabei nicht auf das rein sprachliche, sondern das multimodale Geschehen im Deutschunterricht der Klassen 10 und 11, welches videographisch erhoben und interaktionsanalytisch untersucht wird. Ziel ist es, auf diese Weise Praktiken der Konstitution und Transformation von Unterrichtsthemen zu beschreiben.

Finanzierung:

TG 51

Projektzeitraum:

01.06.2015 bis 01.06.2019


Zuletzt aktualisiert: Montag, 19. März 2018 11:46