Forschungsprojekt

"From prescriptions to suggestions?" - Normativität und Empirie in der allgemeinen Didaktik

Projektleitung:
Prof. Dr. Maria Hallitzky

Mitarbeiter/innen:
Franziska Heinze
Christopher Hempel
Dr. Christian Herfter
Susan Melzer
Dr. Iris Mortag
Karla Spendrin

Beschreibung:

Gegenstand des Projekts ist die Frage der Möglichkeit und Potenzialität einer wechselseitigen Anschlussfähigkeit von allgemeindidaktischer Theoriebildung und empirischer Erforschung von Unterrichts- und Bildungsprozessen. Allgemeindidaktische Theorien bieten einerseits deskriptive Vorstellungen vom Gegenstand 'Unterricht' an, enthalten andererseits aber auch normativ-präskriptive Komponenten, wobei Normativität bislang vorrangig als Problem für empirische erziehungswissenschaftliche Forschung diskutiert wird. In Anschluss an Blankertz’ (1991) Diskussion des Stellenwerts von Normen für eine wissenschaftliche Didaktik gehen wir davon aus, dass eine „Didaktik, die wissenschaftlichen Ansprüchen genügen will“ (ebd., S. 27) nicht rein normativ angelegt sein kann, es aber zugleich keine normfreien Didaktiken gibt (ebd., S. 19). Ausgewählte allgemeindidaktische Modelle werden daraufhin untersucht, welche – zugleich ermöglichende und begrenzende – Valenzen mit ihrer je spezifischen Normativität für die empirische Erkenntnisgewinnung verbunden sind. Exemplarisch wurden die Potentiale und Begrenzungen der allgemeindidaktischen Theorien im Projekt bisher für empirische Forschung zu Prozessen der Konstitution der ‘Sache’ des Unterrichts im Kontext von Fachlichkeit fokussiert. In einer weiteren Projektphase sollen die gewonnenen theoretischen Erkenntnisse zur Anschlussfähigkeit allgemeindidaktischer Theorien für empirische Unterrichtsforschung anhand von empirischem Material (Unterrichtsvideographien) erprobt und ausdifferenziert werden.

Finanzierung:

TG 51

Projektzeitraum:

01.11.2014 bis 31.12.2019


Zuletzt aktualisiert: Freitag, 23. März 2018 15:02