Forschungsprojekt

„Schule aus Schülersicht“ – Behinderungserfahrungen und Schulerleben von Schülern mit Förderbedarf im Schwerpunkt Geistige Entwicklung in unterschiedlichen Schulkontexten

Projektleitung:
Prof. Dr. Saskia Schuppener
Marc Schemmann

Beschreibung:

In dieser empirischen Studie werden die Schüler mit Förderbedarf im Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ in den Mittelpunkt der Betrachtungen gestellt und ihre subjektiven Sichtweisen hinsichtlich differenter Schulerfahrungen mit Blick auf die Rahmenbedingungen schulischer Integration/ Inklusion vergleichend analysiert. Als Basis wird hierfür zunächst das Konstrukt des Schulerlebens entwickelt, welches auf einer komplexen Betrachtung von Schule basiert und neben der Erfassung von Lern- und Leistungsprozessen auch die Erhebung sozialer Interaktionen, das emotionale Wohlbefinden sowie das schulbezogene Selbstkonzept intendiert. Das Schulerleben von Förderschülern im Grundschulalter (Klassen 3-4) soll dabei vor dem Hintergrund einer Vergleichsuntersuchung dem der Integrationsschüler aus Grundschulen gegenübergestellt werden. Die Studie wird in verschiedenen Bundesländern mit einem Stichprobenumfang von N=100 durchgeführt und basiert auf einem „Mixed Methods- Design. Entsprechend werden in einem Teil 1 jeweils 50 Schüler einer Förderschule und 50 Schüler einer Grundschule quantitativ erfasst, von denen jeweils 10 Schüler der beiden Schulformen für einen ergänzenden qualitativen Forschungsteil ausgewählt werden. Die Studie basiert auf dem Konzept des „Participatory Research“ PAR, da es sowohl inhaltlich, als auch methodisch um eine zentrale Berücksichtigung der Schülerperspektive geht. Eine erste Probestudie zur Evaluation der Methoden erfolgte 2009. Seitdem wurden in mehreren Phasen Pretests durchgeführt, um die empirischen Erhebungsinstrumente immer besser an die Bedürfnisse von Schülern im Förderschwerpunkt „geistige Entwicklung“ anzupassen (Verständlichkeit, Übersichtlichkeit, Umfang, Visualisierung, Skalierungsformat). Zur Entwicklung des qualitativen Untersuchungsteils wurden verschiedene haptische Untersuchungsmaterialien ausgewählt, gefertigt und erprobt. Um die Komplexität des Untersuchungsgegenstandes zu berücksichtigen wurde ein Fragebogen entwickelt, welcher die verschiedenen Bedingungsvariablen (zur Person des Schülers und zur besuchten Schule) mit erfasst. Auf diese Weise sollen die Ergebnisse u.a. Aufschluss über mögliche, notwendige Konsequenzen und Veränderungen der Gestaltung von Unterricht und Schule geben. Weiterführung: ja Finanzierung: TG 51

Projektzeitraum:

01.01.2012 bis 31.12.2015


Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 06. März 2014 15:59