Forschungsprojekt

Netzwerk „Schulen mit internationalem Profil in Sachsen“ – wissenschaftliche Begleitung und Evaluation

Projektleitung:
Prof. Dr. Anatoli Rakhkochkine

Mitarbeiter/innen:
Josefine Klein
Gereon Eulitz
Dr. Simon Moses Schleimer

Beschreibung:

Die empirischen Untersuchungen der Internationalisierung von Schule liefern zahlreiche Hinweise auf die teilweise erheblichen Unterschiede zwischen Einzelschulen im Hinblick auf die Internationalisierung, auf die Etablierung der Internationalisierung als profilbildendes Element in Schulprogrammen sowie auf den ambivalenten Charakter der Internationalisierung im Hinblick auf die Schüler-heterogenität und herkunftsbedingte Disparitäten im Schulsystem. Internationalisierung wird sowohl als Rahmenbedingung und als Gestaltungsaufgabe für Schul-entwicklung verstanden. Neben Strukturierungen auf der Markoebene(Schulformen) spielen regionale und lokale Bedingungen sowie die Akteurskonstellation in der Schule eine wichtige Rolle für die Entwicklung der Profile von Einzelschulen. Die Governance-Forschung sowie der Ansatz der Rekontextualisierung eröffnen neue Perspektiven für die Analyse der „Übersetzung“ von bildungspolitischen Vorhaben und der Bearbeitung von lokalen und regionalen Handlungs-bedingungen unter Berücksichtigung einer Vielzahl von Akteuren. Die Forschung zu den schulischen Netzwerken zeigt große Potentiale der Vernetzung von Schulen und weiterer Akteure für die Schul- und Unterrichts-entwicklung, Professionalisierung von Lehrerinnen und Lehrern sowie für die Entwicklung von regionalen Bildungslandschaften. Im Netzwerk „Schulen mit internationalem Profil in Sachsen“ führen Schulen und andere Akteure im Bildungsbereich ihre mannigfaltigen Perspektiven und Potenziale gewinnbringend zusammen. Die zentralen Ziele des Netzwerkes sind: Unterstützung von Internationalisierungsprozessen als Teil der Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie die Professio-nalisierung von Lehramtsstudierenden der Universität Leipzig und Lehrerinnen und Lehrern der beteiligten Schulen für den Umgang mit sprachlicher und ethnischer Hetero-genität und für die internationale Bildungsarbeit. Die Entwicklung von Schulen im Netzwerk wird wissen-schaftlich begleitet und evaluiert. Die zentrale Frage Forschungsfrage lautet: Wie greifen Einzelschulen in Sachsen die Internationalisierungsinitiativen auf und setzen diese unter Beachtung der regionalen und lokalen organisatorischen Bedingungskonstellationen und der Unterstützungsysteme des Netwerkes im Prozess der Schulentwicklung um? Methodologisch orientiert sich das Projekt an dem Ansatz der Entwicklungsforschung. Für die Evaluation der Internationalisierungsaktivitäten der Schulen und der Netzwerkaktivitäten kommt ein Methoden-Mix aus der erziehungswissenschaftlichen Evaluationsforschung zur Anwendung.

Finanzierung:

TG 51

Projektzeitraum:

01.06.2014 bis 31.12.2015


Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 22. Januar 2015 10:32