Forschungsprojekt

Lernen in der Forensik: Voraussetzungen und Implementierung von Bildungsangeboten im Maßregelvollzug nach §§ 63 und 64 StGB

Projektleitung:
Prof. Dr. Thomas Hofsäss

Mitarbeiter/innen:
Oliver Zetsche

Beschreibung:

Das allgemeine Forschungsinteresse der Studie liegt in

der Skizzierung eines umfassenden Abbildes der schulischen – respektive pädagogischen – Hilfsmaßnahmen im Rahmen der Maßregelvollzugsbehandlung gemäß §§ 63 und 64 StGB sowie

der Darstellung der Möglichkeiten und Grenzen der Implementierung von Schulangeboten im Maßregelvollzug (MRV) und

der Untersuchung der Notwendigkeit von pädagogischen Bildungsangeboten im Maßregelvollzug, um eine Diskussion der Sinnhaftigkeit dieser Behandlungsform zu ermöglichen.

Das Forschungsprojekt zeichnet sich durch ein Mixed-Methods-Design aus. Dabei wird der Pool der Forschungsfragen in zwei zentrale Datenerhebungsbereiche aufgeteilt: Die schriftliche Befragung der MRV-Patienten/Patientinnen mittels einer bundesweiten Repräsentativstichprobe und die Erhebung des Experten-/Expertinnenwissens der in der forensischen Psychiatrie tätigen Pädagogen/Pädagoginnen). Letzteres wird realisiert durch eine Online-Experten-/Expertinnenbefragung zu den Bildungsangeboten sowie zu der Arbeitsplatzzufriedenheit und den Arbeitsplatzkonditionen, welche anschließend durch telefonische, leitfadengestützte Experten-/Expertinneninterviews erweitert wird. Daran anknüpfend werden Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse der Experten-/Expertinneninterviews mit denen der leitfadengestützten Patienten-/Patientinnen-Interviews trianguliert.
Aus dieser empirischen Forschung soll eine Handlungsempfehlung für die Implementierung und die Ausgestaltung von pädagogischen Angeboten während der Maßregelvollzugsbehandlung hervorgehen.

Finanzierung:

ESF/SAB (Juli 2012 bis Dezember 2014)/ TG 51 seit September 2015

Projektzeitraum:

01.07.2016 bis 01.08.2016


Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 10. Dezember 2015 11:31