Forschungsprojekt

GLÜP - Gemeinsamer Unterricht | Lehramtsübergreifendes Peer Learning

Projektleitung:
Jun.-Prof. Dr. Markus Spreer

Mitarbeiter/innen:
Havlitschek, Steffi

Beschreibung:

Projekt „Lehramtsübergreifendes Peer Learning in der Praxis des Gemeinsamen Unterrichts“ (GLÜP): Für die notwendige Individualisierung der Lernprozesse von Schüler(inn)en mit sonderpädagogischem Förderbedarf steht im integrativen/inklusiven Setting nicht nur eine Lehrperson in der Verantwortung, sondern ein Team, das sich aus verschiedenen Professionen interprofessionell vernetzt. Die Handlungs- und Aufgabenfelder dieses Teams (i.d.R. bestehend aus Regel- und SonderpädagogIn) werden wesentlich durch Kooperation und Beratung erweitert (vgl. Mußmann 2014) – deren Durchführung nicht nur eine Aufgabe darstellt, sondern zugleich als Voraussetzung für gelingende schulische Inklusion gilt. (vgl. Lütje-Klose & Urban 2014). Diese Kooperation soll bei zukünftigen Grund- und Sonderschullehrkräften bereits in den (bisher getrennten) studienbegleitenden Praktika erreicht werden, bei denen die Studierenden beider Lehrämter nunmehr gemeinsam Bildungs- und Unterstützungsangebote vorbereiten, durchführen und auswerten (dies ist explizit Aufgabe ihrer späteren Praxistätigkeit an Schule). Das hohe Potential einer möglichst niedrigschwelligen Umsetzung liegt darin, dass schon jetzt an den teilweise identischen Grundschulen Studierende beider Lehrämter – getrennt – ihre Praktika absolvieren. Die spezifischen Aufgaben- und Zielstellungen der jeweiligen Module beider Studiengänge sollen darüber hinaus über die Begleitseminare zu den Praktika (Schulpraktische Studien, SPS) miteinander vernetzt werden. Der gemeinsam vorzubereitende gemeinsame Unterricht von Schüler(inne)n mit und ohne sonderpädagogischem Förderbedarf evoziert vor dem Hintergrund der gegebenen Heterogenität der Lernausgangslagen ein Peer Learning der Lehramts-Tandems beider Lehrämter. Diese symmetrische, kooperative und reflexive Lernaktivität der Studierenden wird von außen durch die/den Projektmitarbeiter(in) und die Betreuer(innen) des Tagespraktikums unterstützt. Die Leitfrage der kooperativen Tätigkeit ist stets, wie der Heterogenität der Schülerschaft (jenseits des Fokus der eigenen Lehramts-Ausrichtung) durch adaptive Lernangebote bestmöglich entsprochen werden kann. Dieses Ziel unterstützen die Lern-Tandems aus den Sonder- und Grundschullehramtsstudierenden mit ihrer jeweiligen Expertise. Ganz im Sinne des Peer Learnings bringt sich jede angehende Lehrkraft vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen Aufgabe in die gemeinsame Lernaktivität ein und profitiert davon, in diesem Falle in Form von Wissensvertiefung und -verbreiterung (vgl. Westphal et al., 2014).

Finanzierung:

LaborUniversität / StiL (BMBF)

Projektzeitraum:

01.10.2016 bis 30.09.2017


Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 06. Dezember 2016 11:50