Forschungsprojekt

Leistung als Subjektivierungsmodus – Praktiken des Leistung-Zeigens und Bewertens von Leistungen im Unterricht. Ein interkultureller Vergleich. (LaSiV Teilprojekt B)

Mitarbeiter/innen:
Eva Moser
Christian Herbig

Beschreibung:

LaSiV Project B: This intercultural comparative study explores predominant concepts of ability/giftedness as the blueprint for educational achievement in two different cultural contexts, i.e. in Germany and Korea. The qualitative study's aim is (1) to investigate if concepts of ability/giftedness differ in Germany and Korea and (2) to explore how the respective concepts effect practical schoolwide approaches in gifted education.

Leistung als Subjektivierungsmodus – Praktiken des Leistung-Zeigens und Bewertens von Leistungen im Unterricht. Ein interkultureller Vergleich. (LaSiV Teilprojekt B)

Im September 2015 schätzte eine Studie des World Economic Forum das südkoreanische Bildungssystem als besonders leistungsstark und gerecht ein, „with excellent quality and highly equitable outcomes“ (Samans et al., 2015, S. 41). Auch die aktuelle PISA-Studie aus dem Jahr 2015 bestätigt diese Einschätzung. Es wird zum Einen gezeigt, dass südkoreanische SchülerInnen im Mittel 11 Punkte mehr als deutsche SchülerInnen erzielen, im MINT-Bereich sogar 12,5 Punkte. Zum Anderen korreliert die Kompetenzentwicklung südkoreanischer SchülerInnen auch in PISA 2015 deutlich schwächer mit deren sozioökonomischem Hintergrund als in Deutschland (OECD, 2016a). Theorien, die zur Erklärung des Zusammenhangs von Schulleistung, Bildungserfolg und sozialer Herkunft herangezogen werden, gehen davon aus, dass vorherrschende Begabungskonzepte und damit verbundene Identifikations- und Förderpraktiken zu einer Benachteiligung von Kindern und Jugendlichen aus bildungsfernen Schichten beitragen und damit (neben anderen Faktoren) die Reproduktion sozialer Ungleichheit im Bildungssystem begünstigen (Stamm, 2009).

Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob und inwieweit sich südkoreanische Begabungskonzepte von deutschen unterscheiden. Das Hauptinteresse dieser Untersuchung zielt deshalb auf die explorative Analyse von Begabungskonzepten, die koreanischen Bildungsinstitutionen zu Grunde liegen und in pädagogischen Praktiken der Begabtenförderung wirksam werden. Als Vergleichs- und Kontrastfolie dienen Konzepte, Institutionen und Praktiken der deutschen Begabtenförderung.

Finanzierung:

DAAD

Projektzeitraum:

01.06.2015 bis 31.12.2016


Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 30. Mai 2017 19:00