Forschungsprojekt

Varieté der Vielfalt: Ästhetisches Lernen in Sprache, Spiel, Bewegung, Kunst

Projektleitung:
Jun.-Prof. Dr. Johannes Mayer
JProf. Dr. Almut Krapf
Dr. Barbara Geist

Beschreibung:

In den Künsten steht das Varieté für eine unterhaltsame und gesellige Veranstaltung, die nach dem Grundprinzip „Einheit der Vielfalt“ ausgerichtet ist und gerade von der Unterschiedlichkeit der Darbietungen lebt. Auch Lehr-Lern-Prozesse werden zunehmend auf Diversität und Heterogenität ausgerichtet und orientieren sich an den Leitlinien einer inklusiven Pädagogik und Didaktik. Bezogen auf die Lehrer_innenbildung ist neben der Schule auch die Hochschule selbst ein zentrales Handlungsfeld für die Auseinandersetzung mit Grundfragen, Konzeptionen und Gelingensbedingungen gelebter Vielfalt. Als Bausteine der Professionalisierung können im Studium neben dem Wissenserwerb eigene Erfahrungen gemacht und mit handlungsleitenden Reflexionen verknüpft werden. Nötig scheint jedoch eine fächerübergreifende Auseinandersetzung mit Formen ästhetischen und gruppenbezogenen Lernens, die sich in Forschung und Praxis als besonders geeignet für die Arbeit am gemeinsamen Gegenstand erwiesen haben. Die für einen tragfähigen Kompetenzerwerb erforderliche fächerintegrative und lehramtsübergreifende Perspektive auf daraus resultierende Fragestellungen sowie die systematische Verknüpfung von Theorie und Praxis spiegeln sich jedoch noch wenig im Lehrangebot der Universität Leipzig. Abhilfe soll die Weiterentwicklung eines in den Ergänzungsstudien des ZLS verankerten Moduls schaffen, das aus einer Ringvorlesung und vier darauf bezogenen Praxisbausteinen besteht. In einem „Varieté der Vielfalt“ geben Expert_innen aus unterschiedlichen Disziplinen Einblicke in „Ästhetisches Lernen in Sprache, Spiel, Bewegung, Kunst“ und zeigen Wege zu einer sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch fundierten Konzeption gelebter Vielfalt auf. Fokussiert wird sowohl auf fachspezifische Formen ästhetischen Lernens als auch auf übergreifende Themen wie sprachliche und kulturelle Heterogenität oder musik-, theater-, bewegungs- und kunstpädagogische Ansätze. Neben der Ringvorlesung besuchen die Studierenden eines der vier auf die Ringvorlesung abgestimmten Begleitseminare (Sprache, Spiel, Bewegung, Kunst). In diesen Praxisbausteinen werden eigene ästhetische Erfahrungen ermöglicht, aber auch gezielt personale, soziale und fachliche Kompetenzen als Teil der Professionalisierung aufgebaut. Darüber hinaus erproben sich die Studierenden in der Anleitung von ästhetischen Lernformen in Gruppenprozessen. Die Ergebnisse des Theorienbausteins werden in einem Sammelband publiziert, die Ergebnisse der Praxisbausteine in einer Aufführung, die hochschulöffentlich ist und die Hochschule als kulturellen Ort bestärkt.

http://www.stil.uni-leipzig.de/variete-der-vielfalt-aesthetisches-lernen-in-sprache-spiel-und-bewegung/

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Finanzierung:

BMBF-Projekt „StiL – Studieren in Leipzig“

Projektzeitraum:

01.10.2017 bis 30.09.2018


Zuletzt aktualisiert: Samstag, 07. Oktober 2017 19:25