Forschungsprojekt

Diachroner Wandel der Praktiken der Diagnostik am Schulanfang

Projektleitung:
Prof. Dr. Katrin Liebers

Mitarbeiter/innen:
Prof. Dr. M. Götz

Beschreibung:

Die gesellschaftspolitische Idee einer demokratischen Grundschule, die allen Kindern ungeachtet ihrer sozialen, ethnischen und sprachlichen Herkunft einen chancengleichen Bildungszugang ermöglichen soll, hat sich seit den Gründungsjahren der Grundschule bis in die Gegenwart hinein als eine zentrale grundschulpädagogische Herausforderung erwiesen. Entgegen ihrem ideengeschichtlichen Anspruch hat die Grundschule in ihrer realgeschichtlichen Entwicklung durch ihre eigene Arbeit selbst Ungleichheiten und Differenzen erzeugt. Wie das bereits zu Beginn der Schullaufbahn vollzogen wurde, ist Gegenstand einer Untersuchung, die im diachronen Wandel die zur Überprüfung der Schuleignung eingesetzten Praktiken einschließlich ihrer problematischen Folgelasten untersucht. In ihren Quellenkorpus basiert die Untersuchung auf die im historischen Prozess angewendeten diagnostischen Instrumentarien zur Identifizierung der Schuleignung, die methodisch im Sinne einer Text-Kontext-Analyse ausgewertet werden. Dazu werden die in der Vergangenheit favorisierten Formate der diagnostischen Instrumentarien in ihren konvergenten und divergenten Konstruktionsmustern rekonstruiert sowie die professionelle und disziplinäre Herkunft der Instrumentarien, ihr Verbreitungsgrad sowie die zeitgenössisch kursierenden Erklärungs- und Legimitationsmuster analysiert.

Finanzierung:

TG 51

Projektzeitraum:

01.10.2017 bis 31.12.2020


Zuletzt aktualisiert: Freitag, 12. Oktober 2018 13:31