Forschungsprojekt

Kinder mit Spezifischer Sprachentwicklungsstörung - Prospektive Längsschnittstudie bei unterschiedlichen Bildungsangeboten - kurz: Ki.SSES-Proluba

Projektleitung:
Prof. Dr. Christian W. Glück

Mitarbeiter/innen:
Dr. Amelie Mahlstedt
Anika Darmer (geb. Butz)
Jun.-Prof. Dr. Markus Spreer

Beschreibung:

Derzeit wird Bildungsgerechtigkeit für behinderte Kinder im Kontext der UN-Behindertenrechtskonvention diskutiert. Eine separierende Beschulung in der Förderschule „Sprache“ steht diesem Recht entgegen. Jedoch reklamiert sie für sich, die Teilhabechancen der Schüler durch intensive Förderung so stark zu verbessern, dass die zeitweise Separation hinnehmbar ist. In einer prospektiven Längsschnittstudie soll für die Gruppe spezifisch spracherwerbsgestörter Kinder geprüft werden, ob Entwicklungsunterschiede auf unterschiedliche Beschulungskontexte zurückzuführen sind. Hierzu werden 140 monolinguale Kinder mit einer spezifischen Spracherwerbsstörung und 70 Kinder mit typischem Spracherwerb von der Einschulung bis zum Ende der 2. Klasse vergleichend in den Settings Förderschule Sprache und Grundschule untersucht. Im Jahresabstand werden intraindividuelle Variablen wie der Spracherwerb, die Schulleistungsentwicklung, die sozio-emotionalen Kompetenzen sowie das elterliche Belastungserleben und die Einstellung der Beteiligten zur Inklusion erhoben. Außerdem wird die Quantität und Qualität des unterrichtlichen und sprachfördernden Angebotes erfasst. Gleichzeitig wird mit dieser Längsschnittstudie ein Monitoring des sich wandelnden Bildungswesens für Kinder mit Sprachentwicklungsstörungen vorgenommen. Dieses Forschungsprojekt wird im Verbund mit der Pädagogischen Hochschule Heidelberg durchgeführt. Im Teilprojekt an der Universität Leipzig liegt der inhaltliche Fokus auf der Entwicklung von Wortschatz und Aussprache, sowie auf dem Schriftspracherwerb und der Unterrichtsqualität.

Finanzierung:

Drittmittel des BMBF Programm Empirische Bildungsforschung FKZ 01JC1102 B (Fördersumme im Verbundprojektes: 335T€)

Projektzeitraum:

01.01.2011 bis 28.02.2015


Zuletzt aktualisiert: Donnerstag, 08. Januar 2015 10:57