Forschungsprojekt

Grundschullehrer und Inklusion – ein Lehr- und Forschungsprojekt

Projektleitung:
Dr. Matthias Heimann
Christian Eichfeld

Beschreibung:

Ausgangpunkt für die Untersuchung war die gesellschaftliche Forderung nach einer inklusiven Grundschule. Während es zu deren Begründung zahlreiche Arbeiten gibt, stand nun die Einstellung von sächsischen Grundschullehrkräften zu Aspekten einer inklusiven Grundschule und inklusiven Lernens im Mittepunkt der Untersuchung. Die Daten wurden durch Befragung von ca. 200 Grundschullehrkräften erhoben, wobei Fragen zum individuellen Verständnis von Inklusion, zur allgemeinen Einstellung zu Inklusion, zur Einstellung zum inklusiven Unterricht und zu Annahmen über die Veränderung des eigenen Unterrichts durch Inklusion im Mittelpunkt standen. In damit verbundenen Einzelstudien ging es dann u.a. um die Leistungsbewertung im inklusiven Unterricht, die Nutzung von Unterstützungssystemen, für inklusiven Unterricht notwendige Kompetenzen der Lehrkräfte oder Besonderheiten der Klassenführung. Erste Ergebnisse zeigen, dass Lehrkräfte, die in unterschiedlichen Bereichen über Kontakte zu Kindern mit sonderpädagogischem Förderbedarf verfügen, eher eine positive Einstellung zu Problemen des Arbeitens in inklusiven Klassen haben als jene, die mit solchen Kindern keinen oder wenig Kontakt haben. Insgesamt überwiegt jedoch die Skepsis darüber, dass man unter den gegenwärtigen Bedingungen der Arbeit in den Grundschulen in Sachsen erfolgreich inklusive Bildungs- und Erziehungsarbeit leisten könnte. Die Weiterführung der Auswertung soll noch differenziertere Erkenntnis bringen.

Finanzierung:

TG 51

Projektzeitraum:

01.12.2012 bis 01.06.2014


Zuletzt aktualisiert: Mittwoch, 29. Januar 2014 10:21