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Anlässlich der Leipziger Arbeitstagung Schule gerecht entwickeln beleuchteten zum Auftakt Agnieszka Czejkowska (Leipzig), Melanie Schmidt (Halle) und Makhabbat Kenzhegaliyeva (Leipzig) zentrale Herausforderungen und Chancen einer als gerecht gesetzten Schulentwicklung: Czejkowska hob die Rolle ästhetischer Perspektiven hervor, Schmidt thematisierte Hindernisse bei Antidiskriminierungspädagogik und Kenzhegaliyeva diskutierte Internationalisierung und Gerechtigkeit.

Am zweiten Tag diskutierten Mechtild Gomolla und Paula Höh (Karlsruhe), wie datenbasierte Bildungssteuerung und die Umsetzung des Menschenrechts auf Bildung die Realität von Migration und Bildungsgerechtigkeit im Schulwesen prägen. Meryem Aydogan und Miguel Zulaica Y Mugica (Dortmund) zeigten die Entstehung von „Anderssein“ in islambezogenen Schulkontroversen auf, während Tobias Dörler (Wien) und Michael Meier-Sternberg/Anke Wischmann (Flensburg) institutionelle Diskriminierung und die Ambivalenz von Heterogenitätsrhetorik kritisierten. Christoph Bülau (Leipzig) hinterfragte, ob Ganztagsschulen tatsächlich mehr Chancengerechtigkeit bieten, und Daniel Wrana (Halle) reflektierte die Auswirkungen neoliberaler Bildungsreformen. Insgesamt wurde deutlich, dass Schulentwicklung weiterhin vor großen Herausforderungen bei der Herstellung von Bildungsgerechtigkeit steht.

 

Die als Auftakt für einen Tagungsreigen organisierte Veranstaltung wurde von der Professur Schulpädagogik | Schulentwicklungsforschung verantwortet. Zum Programm: 

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