In einer Reihe von Forschungsprojekten untersuchen wir die Bedingungen und Unterstützungsmaßnahmen erfolgreichen Lehrens und Lernens von Kindern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf den sprachlichen und selbstregulativen Aspekten im Lehr-Lern-Prozess.

Die an der Professur angesiedelten Forschungsprojekte bewegen sich auf drei Ebenen:

  • Ebene der Kinder,
  • Ebene der Lehrperson und
  • Ebene des Unterrichts.

Zwar untersuchen wir Lehr-Lern-Prozesse auf allen Schulstufen, unser Fokus liegt jedoch auf der frühen Kindheit (Kindergarten, Vorschule, Grundschule).

Kreidetafel mit vielen unterschiedlichen Wörtern des Bereichs Schule und Lernen.
Foto: Colourbox

Die sprachliche Entwicklung ist eng mit der kognitiven Entwicklung und dem Wissenserwerb verwoben. So ist etwa das Verständnis bestimmter Begriffe oder grammatikalischer Konstruktionen entscheidend für Modellierungsprozesse beim Lösen mathematischer Probleme.

In einer Reihe von Studien untersuchen wir daher den Zusammenhang zwischen Sprachkompetenz, Selbstregulation, exekutiven Funktionen und komplexem Problemlösen bei Grundschulkindern. Außerdem untersuchen wir die Möglichkeiten von sprachlicher Förderung im frühen naturwissenschaftlichen Unterricht für Kinder mit Migrationshintergrund oder mit sprachlichen Defiziten.

Vogelperspektive zeigt ein Baby beim Spielen.
Foto: Colourbox

Die Relevanz sprachlicher Fähigkeiten für schulisches Lernen wird gerade im Hinblick auf zweisprachiges Lehren und Lernen deutlich. Immersionsunterricht (bzw. Content and Language Integrated Learning: fachlicher Unterricht wird in einer Fremdsprache durchgeführt) erfreut sich zunehmender Beliebtheit. Im Rahmen mehrerer Studien untersuchen wir die Auswirkungen zweisprachigen Lernens auf den Lernprozess, die Lernleistung und die kognitive Entwicklung.

Ein Kopfhörer sitzt auf einem kleinen Globus.
Foto: Colourbox

In einem weiteren Forschungsstrang untersuchen wir die sprachlichen Interaktionen zwischen Lehrpersonen und Lernenden im Lehr-Lern-Prozess. Sprachliche Unterstützungsmaßnahmen im Sinne eines Scaffolding gelten in der Literatur als zentrale Möglichkeit, die konstruktive Auseinandersetzung mit einem Lerngegenstand zu fördern.

Wir erforschen, welche Formen des Scaffolding und der Interaktion beim frühen naturwissenschaftlichen Lernen besonders wirksam sind (ProEarlyScience-Projekt), in welcher Beziehung diese mit dem professionellen Wissen der Lehrpersonen stehen und wie relevante Entwicklungsmaßnahmen für Lehrpersonen wirksam gestaltet werden müssen.

Eine Lehrerin hockt an einem Tisch mit zwei Kindern und hilft ihnen beim Lernen.
Foto: Colourbox

Ein weiterer Forschungsschwerpunkt ist die Gestaltung von Lehr-Lernumgebungen im Hochschulkontext. Wir untersuchen, wie sich ein kognitiv-aktivierendes Seminarkonzept (insbesondere in der Lehramtsausbildung) auf verschiedene volitionale, motivationale und kognitive Merkmale von Studierenden auswirkt. Ziel ist es dabei, Lernumgebungen zu schaffen, die den Studierenden ein vertieftes und elaboriertes Verständnis der Lerninhalte sowie einen Transfer des theoretischen Wissens in die spätere Unterrichtspraxis ermöglichen. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Förderung kooperativen Lernens, da dies mit positiven Lern- und Leistungsentwicklungen verbunden ist. Diese lernförderlichen Effekte lassen sich theoretisch zum einen durch eine erhöhte Bereitschaft zu aktiven, elaborativen und reflexiven Lernprozessen und zum anderen mit der Wahrnehmung positiver, unterstützender Beziehungen sowie einem damit einhergehenden erhöhten Wohlbefinden erklären. Insbesondere wird hier das Peer-Assessment als ein Kernelement kooperativen Lernens aufgegriffen, welches als effektive Methode gilt, um Lernende aktiv und selbstgesteuert in Lernprozesse einzubinden.

Vier Kinder erkunden gemeinsam einen Globus.
Foto: Colourbox

Aktuelle Projekte

Collage aus dem Wort „Willkommen“ in verschiedenen Sprachen.
Ein Kleinkind reicht einem Erwachsenen einen Becher. Vor ihm liegen bunte Bauklötze und ein Xylophon.
Zwei Farbfächer liegen aufgeklappt nebeneinander.
Abstrakte Grafik bestehend aus aneinandergereihten Quadern in verschiedenen Rot- und Gelbtönen.
Vier Babies spielen auf dem Boden. Vor ihnen liegen bunte Plastikbälle.

Count/Mass

Einfluss von Sprache auf Denken im Kulturvergleich

Zwei Kinder spielen auf dem Boden mit Spielzeug.
Auf diesem Foto sind ein Mann und ein Kind dargestellt. Der Mann erklärt etwas mit seinen Händen. Foto: Colourbox
Ein Kleinkind experimentiert mit seinem Vater mit Farben und gießt Flüssigkeit von einem ins andere Gefäß.
Zwei Kleinkinder spielen mit einem Dosentelefon.
Gruppenfoto vieler Kinder, die unterschiedliche Nationalflaggen um die Schultern tragen.
Lehrerin steht an einem Tisch, an dem fünf Schüler:innen arbeiten.
Eine Lehrerin hockt an einem Tisch mit zwei Kindern und hilft ihnen beim Lernen.
Bunte Zeichenfiguren kleiner Kinder unterschiedlicher Kulturen, die zusammen einen Kreis bilden.
Grafik aus vier Sprechblasen, die ihrerseits Collagen aus Buchstaben, Zahlen und Symbolen sind.
Aquarellzeichnung, die vier Kindern und eine Erwachsene Person abbildet, die im Kreis miteinander sitzen. Foto: Colourbox
Aufnahme einer Unterrichtssituation. Die Lehrerin steht an der Tafel, Schüler melden sich.

Abgeschlossene Projekte

Eine Gruppe von bunten Figuren mit Sprechblasen über den Köpfen.
Großaufnahme eines Abakus
Junge in blauem Shirt in Denkerpose.

Wissenschaftliche Publikationen

Ein Stapel aus Büchern liegt neben einem Stapel aus Zeitschriften.

Überblick unserer wissenschaftlichen Publikationen

Unsere Forschung führte in den vergangenen Jahren zu einer Vielzahl an Publikationen in Fachbüchern und -zeitschriften.

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