Erhalten Sie einen Überblick über die verschiedenen Forschungstätigkeiten im Arbeitsbereich Kinderliteratur und literarisches Lernen in der Primarstufe.

LemaS-GRiP

Wort-Bild-Marke zum Förderprojekt Wortkünstler: Hund und Katze auf aufgeschlagenem Buch jonglieren mit Worten

LemaS-GRiP

befasst es sich mit dem bislang fachwissenschaftlich wie fachdidaktisch eher vernachlässigten Bereich der sprachlichen und literarischen Förderung von (potenziell) Leistungsfähigen.

Das Forschungsprojekt ist eingebunden in die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler. Als Teilprojekt des Forschungsverbunds Leistung macht Schule (LemaS) befasst es sich mit dem bislang fachwissenschaftlich wie fachdidaktisch eher vernachlässigten Bereich der sprachlichen und literarischen Förderung von (potenziell) Leistungsfähigen. Im Zentrum steht die Entwicklung, Implementierung und Evaluation adaptiver Lernformate, die literarisches Lernen unter den heterogenen Bedingungen von Grundschulklassen fördern. Als Teil des Verbundprojekts „Adaptive Formate sprachlich-literarischer Förderung“ besteht eine enge Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Carmen Spiegel und PD Dr. Beate Laudenberg von der Pädagogischen Hochschule Karlsruhe.

Publikationen

  • Mayer, Johannes; Mempel, Caterina: Inklusive Begabtenförderung im Fach Deutsch. In: Inklusive Begabungsförderung in den Fachdidaktiken – Diskurse, Forschungslinien und Praxisbeispiele. Hg. von Carolin Kiso und Silvia Fränkel. Bad Heilbrunn: Klinkhardt, 2020, S. 67-80 [i.Dr.]
  • Mayer, Johannes; Mempel Caterina: Teilprojekt 16: Förderung des sprachlich-ästhetischen Gesprächs im Regelunterricht im Fach Deutsch in der Primarstufe (LemaS-GRiP). In: Leistung macht Schule. Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler. Hg. von Gabriele Weigand, Christian Fischer, Friedhelm Käpnick, Christoph Perleth, Franzis Preckel, Miriam Vock und Heinz-Werner Wollersheim. Weinheim; Basel: Beltz, 2020, S. 167-175
  • Mayer, Johannes: Grundfragen der Gesprächsleitung im Spannungsfeld von individuellen Erfahrungen, konzeptionellen Anforderungen und institutionellen Rahmenbedingungen, in: Das Literarische Unterrichtsgespräch. Didaktische Reflexionen und empirische Rekonstruktionen. Hg. von Felix Heizmann, Johannes Mayer und Marcus Steinbrenner. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2020, S. 339-359
  • Mayer, Johannes (Hg): Das Literarische Unterrichtsgespräch. Didaktische Reflexionen und empirische Rekonstruktionen. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2020 [Herausgabe zusammen mit Felix Heizmann und Marcus Steinbrenner]
  • Mayer, Johannes: Vergegenwärtigte Erfahrung. Zugänge zur Gegenwartslyrik in literarischen Gesprächen. In: „Wellenritt in riffreicher Zone“ – Gegenwartslyrik im Deutschunterricht. Hg. von Carlo Brune und Ines Theilen. Trier: Wissenschaftlicher Verlag, 2019, S. 41-54
  • Mayer, Johannes; Bannier, Peter: Lesen, Sprechen und Schreiben verbinden: Literarisches Lernen in Vorlesegesprächen und Lernportfolios. In: Literaturvermittlung. Themenheft der Zeitschrift "ide", H. 1. Hg. von Gerda Moser und Katharina Perschak, 2018, S. 87-93
  • Mayer, Johannes: Hören, sehen, erzählen und spielen: Formen der Theatralisierung als Unterstützungsformate literarischen Lernens im inklusiven Unterricht. In: Varieté der Vielfalt. Ästhetisches Lernen in Sprache, Spiel, Bewegung, Kunst. Hg. von Johannes Mayer, Barbara Geist und Almut Krapf. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2018, S. 197-226
  • Mayer, Johannes: Diversitätssensible Förderung von Begabten und (potenziell) Leistungsstarken im inklusiven Literaturunterricht. In: Begabte und Leistungsstarke im Deutschunterricht. Hg. von Beate Laudenberg und Carmen Spiegel. Bd. 1: Primarstufe. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2018, S. 49-59

Vorträge

  • Begabungen in literarischen Gesprächen entdecken und fördern. Vortrag im Rahmen der Autumn School "Begabte Figuren in Literatur und Unterricht" am 23.10.2020 an der Universität Münster [Johannes Mayer]
  • Für Literatur begeistern – binnendifferenzierende Förderung im sprachlich-ästhetischen Gespräch. Vortrag auf dem internationalen ÖZBF-Kongress „Begabung – Begeisterung – Bildungserfolg“ am 15.11.2019 in Salzburg [Johannes Mayer]
  • Begabte Figuren im Literaturunterricht. Vortrag auf dem 6. Münsterschen Bildungskongress „Begabungsförderung, Leistungsentwicklung, Bildungsgerechtigkeit – für alle!“ am 21.09.2018 in Münster [Johannes Mayer]

Präsentationen

Kinderliteratur und literarisches Lernen. Präsentation aktueller Forschungsprojekte auf der Arbeitstagung "Inklusion und Begabung in Kinder- und Jugendmedien" am 15. und 16.01.2018 an der Pädagogischen Hochschule Zug (Schweiz) [Johannes Mayer]

Fortbildungen & Workshops

  • Text- und Medienauswahl im Literaturunterricht. Workshop im Rahmen der Autumn School "Begabte Figuren in Literatur und Unterricht" am 23.10.2020 an der Universität Münster [Johannes Mayer]
  • LemaS-GRiP: Rückblicke – Reflexionen – Nächste Schritte. Zwei Workshops auf der LemaS-Jahrestagung in Leipzig am 17. und 18.09.2020 [Johannes Mayer und Caterina Mempel]
  • Literarische Unterrichtsgespräche erfahren und reflektieren. Workshop an der Grundschule Ofen am 05.03.2020 [Caterina Mempel]
  • Vorlesegespräche vorbereiten und erproben. Workshop an der Universität Leipzig am 22.02.2020 [Caterina Mempel]
  • In literarischen Gesprächen gemeinsam lernen. Zwei Foren auf dem 18. Begabten­kolloquium Sachsen am 29.11.2019 in Meißen [Johannes Mayer]
  • Verstehensprozesse in Literarischen Unterrichtsgesprächen anbahnen und begleiten. Zwei Workshops auf der NLQ-Netzwerktagung Deutsch am 27.11.2019 in Bad Salzdetfurth [Johannes Mayer]
  • Texte finden, vorbereiten und umsetzen. Einblicke in die Unterrichtspraxis. Workshop an der Grundschule Ofen am 07.11.2019 [Caterina Mempel in Zusammenarbeit mit Carola Fröhling und Anja Nienaber]
  • Literarische Unterrichtsgespräche erleben, analysieren und vorbereiten. Workshop an der Universität Leipzig am 12.10.2019 [Johannes Mayer und Caterina Mempel]
  • Schulentwicklung im Kontext von LemaS-GRiP. Workshop auf der LemaS-Jahrestagung in Karlsruhe am 20.09.2019 [Johannes Mayer und Caterina Mempel]
  • LemaS-GRiP: Rückblicke – Reflexionen – Nächste Schritte. Workshop auf der LemaS-Jahrestagung in Karlsruhe am 20.09.2019 [Johannes Mayer und Caterina Mempel]
  • LemaS-GRiP: Rückblicke – Reflexionen – Nächste Schritte. Workshop auf der LemaS-Jahrestagung in Karlsruhe am 20.09.2019 [Johannes Mayer und Caterina Mempel]
  • Bedeutung des Vorlesens und der Literaturbegegnung für Kinder in der Grundschule. Vortrag an der Grundschule Ofen am 07.02.2019 [Johannes Mayer und Caterina Mempel]
  • Vorlesegespräche erleben, analysieren und vorbereiten. Workshop an der Grundschule Ofen am 07.02.2019 [Caterina Mempel]
  • Literarische Unterrichtsgespräche erleben, analysieren und vorbereiten. Workshop an der Universität Leipzig am 26.01.2019 [Johannes Mayer und Caterina Mempel]
  • Kollegiale Unterrichtshospitation. Neue Formen partizipativer Unterrichtsentwicklung. Webinar am 19.11.2018 [Caterina Mempel]
  • Begabungen mit Literatur entdecken und fördern. Förderung des sprachlich-ästhetischen Gesprächs im Regelunterricht im Fach Deutsch (LemaS-GRiP). Vortrag an der Grund- und Mittelschule Grassau am 18.10.2018 [Johannes Mayer und Caterina Mempel]
  • Förderung des sprachlich-ästhetischen Gesprächs im Regelunterricht im Fach Deutsch in der Primarstufe. Projektpräsentation und Workshop für die Projektschulen auf dem 6. Münsterschen Bildungskongress „Begabungsförderung, Leistungsentwicklung, Bildungsgerechtigkeit – für alle!“ am 21.09.2018 an der Universität Münster [Johannes Mayer und Caterina Mempel]
  • Begabungsförderung im Sprachunterricht. Wege zur Sprache, zum Lesen und zur Literatur. Vortrag und Workshop auf der ersten Netzwerktagung in Sachsen-Anhalt im Rahmen der „Gemeinsamen Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potentiell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler“ am 16. April 2018 im LISA Halle [Johannes Mayer]

Team

Heldengeschichten

Kind in Superheldenkostüm bestreicht Wand

Heldengeschichten

Ein Leseförderprojekte in Schulbibliotheken in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig und Studierenden.

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In dem Forschungsprojekt Heldengeschichten! Leseförderung an Leipziger Grundschulen führen Studierende im Rahmen ihrer Staatsexamensarbeit in Zusammenarbeit mit dem Amt für Jugend, Familie und Bildung der Stadt Leipzig in Schulbibliotheken Leseförderprojekte durch. Im Zentrum steht zum einen das gemeinsame Erleben von Kinderliteratur in Vorlesesituationen (Leseförderbaustein „Gemeinsam hören, sehen und erleben“), zum anderen die Förderung des flüssigen Vorlesens für andere (Leseförderbaustein „Füreinander lesen“).

Bausteine des Leseförderprojektes

In einem ersten Schritt wurden im Rahmen eines Pilotprojektes zwei verschiedene Bausteine zur Leseförderung in Schulbibliotheken entwickelt und an ausgewählten Leipziger Grundschulen erprobt. Diese wurden inzwischen durch weitere Bausteine ergänzt.

In Baustein 1 steht das gemeinsame Hören, Sehen und Erleben von Literatur im Zentrum, in Baustein 2 die Förderung des flüssigen (Vor-)Lesens für andere. Beide Bausteine werden je nach den Bedarfen der konkreten Partnerklassen mit einem Zusatzangebot zur integrierten Förderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache kombiniert (Baustein 3). Da sämtliche Leseförderangebote eine sorgfältige, kritische und problembewusste Auswahl geeigneter Literatur voraussetzen, fußen die Leseförderbausteine auf einer sachangemessenen Auswahl, Untersuchung und Bewertung von kinderliterarischen Texten (Baustein 0).

Verbunden sind die Leseförderbausteine durch die Fokussierung auf das Vorlesen literarischer Texte, wobei zum einen das gemeinsame Rezipieren von Texten in sog. Vorlesegesprächen (Baustein 1), zum anderen die Förderung des flüssigen (Vor-)Lesens für andere (Baustein 2) im Zentrum steht. Zudem gibt es eine thematische Klammer, die beide Bausteine umschließt: „Heldengeschichten!“

Bausteine zur Leseförderung

In Baustein 1 steht das gemeinsame Hören, Sehen und Erleben von Literatur im Zentrum, in Baustein 2 die Förderung des flüssigen (Vor-)Lesens für andere. Beide Bausteine werden je nach den Bedarfen der konkreten Partnerklassen mit einem Zusatzangebot zur integrierten Förderung von Kindern mit Deutsch als Zweitsprache kombiniert (Baustein 3). Da sämtliche Leseförderangebote eine sorgfältige, kritische und problembewusste Auswahl geeigneter Literatur voraussetzen, fußen die Leseförderbausteine auf einer sachangemessenen Auswahl, Untersuchung und Bewertung von kinderliterarischen Texten (Baustein 0).
Bausteine zur Leseförderung, Grafik: Peter Bannier

Baustein 1: Gemeinsam hören, sehen, erleben: Förderung des literarischen Lesens durch Gesprächsformate

Das Vorlesen literarischer Texte und die gemeinsame Begegnung mit Bilderbüchern ermöglicht es Kindern von Anfang an, eigene literar-ästhetische Erfahrungen zu sammeln und diese ins Gespräch zu bringen. Das gemeinsame Hören, Sehen und Erleben greift familiäre und kulturgeschichtliche Praktiken auf und verbindet individuelle Lektüreerfahrungen mit einer gemeinsamen Annäherung an das Deutungspotential des ästhetischen Gegenstands. Neben dem Genuss des literarischen Stoffes erfahren die Schüler auch eine Entlastung der eigenen Lesefähigkeiten angesichts komplexer medial schriftsprachlicher Anforderungen.

In diesem Baustein wird das Lernformat Literarisches Unterrichtsgespräch im Hinblick auf heterogene Grundschulklassen so modelliert, dass es Schüler*innen ein Gerüst gibt, das ihnen bei der Artikulation und Reflexion sprachlicher, ästhetischer und literarischer Erfahrungen hilft. Dabei kann eine Ergänzung durch Formen theatralen Spiels oder die Konzipierung als intermediale Lektüre unterstützend wirken und zusätzliche literarische Lernprozesse sowie die Begeisterung für eine Erzählung, literarische Figuren und das gemeinsame Lesen wecken.

Baustein 2: Füreinander lesen: Förderung des flüssigen Lesens durch Lautleseverfahren

Leseförderung zielt nicht nur auf den Aufbau und die Sicherung von Lesemotivation und Leselust, sondern ebenso auf die Verbesserung der sog. hierarchieniedrigen Leseleistungen. Neben dem Auf- und Ausbau basaler Lesefertigkeiten spielt hier insbesondere die Befähigung der Schülerinnen und Schüler zu einem „fluenten“, flüssigen Lesen eine wichtige Rolle, das sich durch eine gut automatisierte Worterkennung, eine hohe Lesegenauigkeit, eine hinreichende Lesegeschwindigkeit und die Fähigkeit zur angemessenen Sequenzierung von Sätzen auszeichnet. Für die Förderung von Leseflüssigkeit werden unter anderem sog. Lautlesetandems vorgeschlagen, die das wiederholte (Laut-)Lesen eines Textes mit Formen des „assisted reading“ kombinieren.

Im Baustein „Füreinander lesen“ geht es darum, das Vorlesen ausgewählter literarischer Texte mit Schülerinnen und Schülern für eine Audioaufnahme und/oder einen gemeinsam gestalteten Vorlesetag gezielt vorzubereiten und einzuüben. Studierende, die an diesem Baustein mitarbeiten, befassen sich mit der Planung, Durchführung und Auswertung von entsprechenden Förder- und Unterstützungsmaßnahmen, die – je nach Lernvoraussetzungen und Förderbedarfen der Schülerinnen und Schüler – in Form einer Einzel- oder Kleingruppenförderung in den Räumen der Schulbibliothek angeboten und umgesetzt werden.

Baustein 3: Integrierte Förderung für Kinder mit Deutsch als Zweitsprache

Von Leseförderung können allen Schülerinnen und Schüler gleichermaßen profitieren; insbesondere für Kinder, die das Deutsche als Zweitsprache („DaZ“) erwerben, kann Leseförderung zudem auch einen bedeutsamen Beitrag zur Teilhabe und Chancengleichheit im Bildungssystem leisten. Neben den unter Baustein 1 und Baustein 2 erläuterten Erwerbsaufgaben, die auch mehrsprachige Kinder betreffen, stellt das sprachliche Angebot literarischer Texte für diese Schülerinnengruppe auf allen sprachlichen Ebenen eine große Herausforderung dar.

Im diesem Baustein geht es darum, mehrsprachigen Schülerinnen und Schüler eine gelingende und ihren spezifischen sprachlichen Bedürfnissen entsprechende Teilnahme an den Bausteinen 1 und 2 zu ermöglichen. Hierfür werden die in den Bausteinen 1 und 2 verwendeten Texte für und mit mehrsprachigen Kindern so aufbereitet und vorentlastet, dass den Kindern eine Teilhabe an der literarischen und literalen Praxis möglich wird. Die Förderung im Baustein 3 soll demnach eng verzahnt werden mit den Bausteinen 1 und 2.

Baustein 0: Kinderliterarische Texte auswählen, untersuchen, bewerten

Wer Anregungen zur Leseförderung durch Kinderliteratur professionell in einem literaturdidaktischen Rahmen verfolgen möchte, muss sehr genau reflektieren, welche Werke für welche didaktischen Ziele in welchem unterrichtlichen Kontext des literarischen Lernens geeignet erscheinen. Das bewusst reflektierte Auswählen, Untersuchen und Bewerten von Kinderliteratur ist daher eine wichtige Basis, um schulische Lern- und Lehrprozesse in der Primarstufe angemessen gestalten und begleiten zu können. Dazu sind fundierte (kinder-)literaturwissenschaftliche Kenntnisse notwendig.

In diesem Baustein geht es darum, die ästhetischen Erfahrungspotenziale von Kinderliteratur mit Blick auf den Literaturunterricht zu analysieren und zu reflektieren. Dabei findet Kinderliteratur in ihrer unterschiedlichen Medialität (z.B. Hörtexte, Filme, Theater, Apps) Berücksichtigung.

Publikationen

  • Mayer, Johannes: Vergegenwärtigte Erfahrung. Zugänge zur Gegenwartslyrik in literarischen Gesprächen. In: „Wellenritt in riffreicher Zone“. Gegenwartslyrik im Unterricht. Hg. von Carlo Brune und Ines Theilen. Trier: Wissenschaftlicher Verlag, 2019, S. 41-54
  • Mayer, Johannes: Hören, sehen, erzählen und spielen: Formen der Theatralisierung als Unterstützungsformate literarischen Lernens im inklusiven Unterricht. In: Varieté der Vielfalt. Ästhetisches Lernen in Sprache, Spiel, Bewegung, Kunst. Hg. von Johannes Mayer, Barbara Geist und Almut Krapf. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2018, S. 197-226
  • Mayer, Johannes; Bannier, Peter: Lesen, Sprechen und Schreiben verbinden: Literarisches Lernen in Vorlesegesprächen und Lernportfolios. In: Literaturvermittlung. Themenheft der Zeitschrift "ide", H. 1. Hg. von Gerda Moser und Katharina Perschak, 2018, S. 87-93

Vorträge

  • Systematische Leseförderung als Entwicklungsaufgabe.Vortrag auf der Eröffnungsveranstaltung des Leseförderprojekts am 28.11.2019 an der Universität Leipzig [Johannes Mayer]
  • Literarische Gespräche als Baustein einer erfahrungsbasierten Lehrerprofessionalisierung. Vortrag auf dem Symposion „Das Literarische Unterrichtsgespräch und der aktuelle literaturdidaktische Diskurs. Positionen – Kontroversen – Entwicklungslinien“ am 23./24.03.2018 in Heidelberg [Johannes Mayer]
  • Gemeinsam hören, sehen, erzählen und spielen: Der Einsatz theatraler Elemente zur diversitätssensiblen Förderung literarischen Lernens in Vorlesegesprächen. Vortrag auf dem Symposion Deutschdidaktik am 18.09.2018 in Hamburg [Johannes Mayer]
  • Gemeinsam hören, sprechen, sehen und gestalten: Von der Inszenierung und Begleitung kultureller Praxen. Antrittsvorlesung im Rahmen der Vorlesungsreihe der Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren am 05.12.2018 an der Universität Leipzig [Johannes Mayer]
  • Literatur sprechend und spielend begegnen: Formen der Inszenierung kultureller Praxen in Schule und Hochschule. Gastvortrag am 18.12.2018 an der Pädagogischen Hochschule Freiburg [Johannes Mayer]

Erste Ergebnisse und Projektpräsentation

Eine erste Durchführung des Leseförderprojektes „Heldengeschichten“ fand im Sommersemester 2017 statt. Hier wurden an zwei Leipziger Grundschulen die Bausteine eins und zwei erprobt. Über den Förderzeitraum März bis Juni setzten die beteiligten Studierenden die Leseförderung mit jeweils unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen um. Dabei wurden viele Unterrichtsstunden aufgezeichnet und standen so für eine empirische Auswertung zur Verfügung, die in die wissenschaftlichen Staatsexamensarbeiten der Studierenden einfloss. Die explorativen Analysen der audio- und videodokumentierten Fördereinheiten zeigten, dass eine gesprächsförmige Modellierung literarischen Lernens beispielsweise die Übernahme von Figurenperspektiven oder die Entwicklung eines metaphorischen Verständnisses erleichtert und methodische Ergänzungen wie Formen der Theatralisierung oder die Verbindung von Sprechen und Schreiben als besonders hilfreich eingeschätzt werden können. Auch konnten die spezifischen Anforderungen des Tandemlesens durch die Analyse der Interaktionen zwischen Tutor und Tutanden genauer bestimmt und Gelingensbedingungen für das kooperative Lernen im Lautlesetandem eruiert werden. Seitens der beteiligten Schulen wurde die Durchführung des Projektes sehr positiv evaluiert, was für die Fortsetzung und den Projektausbau spricht.

Das Projekt „Heldengeschichten“ wurde am 18. Oktober 2017 in der Lessingschule präsentiert. An der Veranstaltung nahmen interessierte Lehrkräfte vieler Leipziger Schulen teil. Durch einen einführenden Vortrag von Dr. Daniel Nix erhielten die Lehrkräfte einen Einblick in die Bedeutung sowie die Herausforderungen einer systematischen schulischen Leseförderung. Im Anschluss daran konnten in Anlehnung an die Leseförderbausteine drei unterschiedliche Werkstattgespräche besucht werden, in denen die Lehrkräfte unterschiedliche Ausrichtungen und Methoden schulischer Leseförderung kennenlernen konnten. Viele Schulen bekundeten im Anschluss an die Veranstaltung ihr Interesse zur Teilnahme am Projekt. Eine wesentliche Zielstellung ist es, in möglichst vielen Leipziger Grundschulen Leseförderangebote zu initiieren, um so die Kollegien für die systematische Leseförderung zu sensibilisieren.

Plakat Heldengeschichten
Plakat Heldengeschichten, Urheberin: Tabea Heller

Bundesweiter Vorlesetag am 17.11.2017

Im Rahmen des bundesweiten Vorlesetages beteiligte sich eine Gruppe von Studierenden des Grundschullehramts gemeinsam mit Jun.-Prof. Johannes Mayer an der Lessingschule Leipzig an Vorleseaktionen. Die Studierenden erprobten verschiedene Formen der Präsentation literarischer Texte und literarischer Gespräche in fast allen Klassen. Hier wurden zum Beispiel Vorlesegespräche durchgeführt, die den Schüler*innen aktuelle Kinderliteratur näherbrachten und eine Begeisterung für die Beschäftigung mit literarischen Texten wecken sollten. Für die beteiligten Studierenden ergab sich so eine wertvolle Lerngelegenheit, um die eigenen Lehrerfahrungen im Bereich der Literaturdidaktik zu erweitern.

Team

Prof. Dr. Susanne Riegler

Prof. Dr. Susanne Riegler

Universitätsprofessorin

Grundschuldidaktik Deutsch
Haus 3
Marschnerstraße 31
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-31491
Telefax: +49 341 97-31498

Multimodalität in der literarischen Praxis

2 Erwachsene betrachten gemeinsam mit Kind ein Buch und lachen

Multimodalität in der literarischen Praxis

Der Fokus der explorativ angelegten multiplen Fallstudie Multimodalität in der literarischen Praxis liegt auf der frühkindlichen Praxis der Literaturbegegnung, die vergleichend mit Begegnungsformaten in Kita und Schule untersucht wird.

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Publikationen

  • Mayer, Johannes: Reading Books as Shared Events. A Performative View on Early Literacy Practices. In: Reading – Experiences – Emotions. Books for Children and Young Adults – Theory and Practice of Reception/Responses. Themenheft der Zeitschrift "Filoteknos. Children’s Literature – Cultural Mediation – Anthropology of Childhood". Hg. von Jeanette Hofmann, Dorota Michulka and Anita Wincencjusz-Patyna, 2020, S. 162-184
  • Mayer, Johannes: Hören, sehen, erzählen und spielen: Formen der Theatralisierung als Unterstützungsformate literarischen Lernens im inklusiven Unterricht. In: Varieté der Vielfalt. Ästhetisches Lernen in Sprache, Spiel, Bewegung, Kunst. Hg. von Johannes Mayer, Barbara Geist und Almut Krapf. Baltmannsweiler: Schneider Verlag Hohengehren, 2018, S. 197-226
  • Mayer, Johannes: Alltagshelden auf der Spur I. Erste spielerische Textzugänge zum Roman "Super-Bruno". In: Inklusiv unterrichten: Textzugänge. Themenheft der Zeitschrift "Deutsch 5-10", H. 55. Hg. von Petra Anders und Judith Riegert, 2018, S. 8-11
  • Mayer, Johannes: Alltagshelden auf der Spur II. Den Roman „Super-Bruno“ spielerisch erkunden. In: Inklusiv unterrichten: Textzugänge. Themenheft der Zeitschrift "Deutsch 5-10", H. 55. Hg. von Petra Anders und Judith Riegert, 2018, S. 12-15
  • Mayer, Johannes: Lesen und Zuschauen. Die Regie der Blicke in der ästhetischen Rezeption. In: Bühne. Themenheft der Zeitschrift "1001 Buch. Magazin für Kinder- und Jugendliteratur". H. 4. Hg. von der AG Kinder- und Jugendliteratur, Wien, 2017, S. 11-12

Vorträge

  • Performative reading: Experiencing literature through staged emotions in reading aloud interactions. Vortrag auf der internationalen Tagung „Reading – Experiences – Emotions“ am 27./28.06.2017 in Wroclaw (PL)
  • Gemeinsam hören, sprechen, sehen und gestalten: Von der Inszenierung und Begleitung kultureller Praxen. Antrittsvorlesung im Rahmen der Vorlesungsreihe der Juniorprofessorinnen und Juniorprofessoren am 05.12.2018 an der Universität Leipzig
  • Gemeinsam hören, sehen, erzählen und spielen: Der Einsatz theatraler Elemente zur diversitätssensiblen Förderung literarischen Lernens in Vorlesegesprächen. Vortrag auf dem Symposion Deutschdidaktik am 18.09.2018 in Hamburg
  • Literatur sprechend und spielend begegnen: Formen der Inszenierung kultureller Praxen in Schule und Hochschule. Gastvortrag am 18.12.2018 an der Pädagogischen Hochschule Freiburg

Varieté der Vielfalt

Logo Varieté der Vielfalt, Logo: Christine Bichler

Varieté der Vielfalt:

Ästhetisches Lernen in Sprache, Spiel, Bewegung, Kunst

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In einem „Varieté der Vielfalt“ gaben im Projektzeitraum vom 01.10.2017 bis 30.09.2018  Expertinnen und Experten aus unterschiedlichen Disziplinen Einblicke in „Ästhetisches Lernen in Sprache, Spiel, Bewegung, Kunst“ und zeigten Wege zu einer sowohl wissenschaftlich als auch künstlerisch fundierten Konzeption gelebter Vielfalt auf. Fokussiert wurde sowohl auf fachspezifische Formen ästhetischen Lernens als auch auf übergreifende Themen wie sprachliche und kulturelle Heterogenität oder musik-, theater-, bewegungs- und kunstpädagogische Ansätze. Neben der Ringvorlesung besuchten die Studierenden eines der vier auf die Ringvorlesung abgestimmten Begleitseminare (Sprache, Spiel, Bewegung, Kunst). Die Ergebnisse des Theorienbausteins wurden in einem Sammelbandpubliziert, die Ergebnisse der Praxisbausteine in einer Aufführung, die hochschulöffentlich ist und die Hochschule als kulturellen Ort bestärkt.

Projektleitung

JP Dr. Almut Krapf

JP Dr. Almut Krapf

Juniorprofessorin

Bewegung und Gesundheitsförderung in der Primarstufe (JP)
Haus 3
Marschnerstraße 31, Raum 137
04109 Leipzig

Telefon: +49 341 97-31851
Telefax: +49 341 97-31859

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Dr. Barbara Geist

Akademische Rätin Deutschdidaktik PH Freiburg