Erfahren sie mehr über Forschungsschwerpunkte, Projekte, Publikationen und die Dissertationsvorhaben der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Grundschuldidaktitik Sachunterricht unter besonderer Berücksichtigung von Naturwissenschaft und Technik.

Forschungsinteressen

Unsere Forschungsaktivitäten zielen zum einen auf Grundlagenforschung und damit auf die Theoriebildung in der Didaktik des Sachunterrichts, zum anderen auf die Entwicklung und Erforschung von evidenzbasierten unterrichtlichen bzw. hochschuldidaktischen Konzepten.

Unser Interesse gilt der empirischen grundschuldidaktischen Lehr-Lernforschung mit den interdisziplinären Schwerpunkten Professionswissen und Professionalisierung von Grundschullehrpersonen, naturwissenschaftlicher und technischer Unterricht im Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe, Entwicklung des Denkens von Kindern u.a. durch die Erforschung und Förderung von Modellkompetenzen im Sachunterricht sowie Inklusion, digitale Medien und Bildungssprache im Sachunterricht.

Die aktuellen Fragestellungen beziehen sich dabei sowohl auf Lehrpersonen und Bedingungen für deren Professionalisierung, als auch auf Unterrichtsvariablen sowie individuelle Lernvoraussetzungen der Kinder.

Publikationen und aktuelle Forschung

Dissertationsprojekt

Modellkompetenz von Schüler*innen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Grundschule

Wissenschaftliche Modelle sind im Alltag von Kindern allgegenwärtig (z.B. Schul- und Sachbücher, Wissenssendungen). Die Fähigkeit, solche Modelle zu verstehen und zu nutzen, wird dabei stets implizit vorausgesetzt. Inwieweit Grundschulkinder dazu auch tatsächlich in der Lage sind, ist wiederum bislang kaum empirisch belegt. Weiterhin findet sich im Sachunterricht der Grundschule die explizite Berücksichtigung von Denk-, Arbeits- und Handlungsweisen – damit auch der kompetente Umgang mit Modellen – zur Erschließung von Fachinhalten im Fokus aktueller nationaler und internationaler Rahmenwerke (GDSU 2013; NGSS 2013) wieder, verankert unter dem zentralen Stichwort der Kompetenzorientierung. Positive Erwartungen bezüglich der Anbahnung einer Modellkompetenz sind bislang jedoch hauptsächlich theoretisch postuliert bzw. aus vergleichbaren Forschungsergebnissen (z.B. Sekundarstufe) abgeleitet. Es gilt diese für die Grundschule noch empirisch zu prüfen...

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Publikationen

Projekte

Dissertationsprojekt

Mentale Modelle zum Klimawandel - klimaethische, gerechtigkeitstheoretische und verantwortungsbasierte Dimensionen in den Perspektiven von Grundschulkindern

Was denken Grundschulkinder über den Klimawandel? Wie bewerten sie ihn? Welche klimaethischen Prinzipien und Argumente ziehen sie für den Klimaschutz heran? Sehen sie überhaupt eine ethische Verpflichtung gegenüber dem Klimawandel? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das transdisziplinäre Dissertationsprojekt von Alexandria Krug, in dem es um die Erhebung und Erforschung mentaler Modelle zum Klimawandel von Grundschulkindern geht. Spezifikum und von großem Forschungsinteresse dieses Projektes sind dabei die klimaethischen und gerechtigkeitstheoretischen sowie verantwortungsorientierten Fragestellungen, die sich im Diskurs und in der Bewertung hinsichtlich der Folgen, Handlungen und Maßnahmen bezüglich der Klimawandelproblematik ergeben und wie Kinder dazu Stellung beziehen, Optionen begründen und ein Handeln sowie Verhalten in Bezug zum Klimawandel argumentativ stützen und klimaethisch einschätzen. Durch ein qualitativ-exploratives Design sollen mittels qualitativer Interviews und Concept Maps in einem philosophischen Gesprächssetting die Vorstellungen und Begründungs- sowie Bewertungsdomänen der Kinder erhoben werden. Mit diesem Dissertationsprojekt wird zur erweiternden Fundierung der konzeptionell-fachdidaktischen Forschung und der Ausgestaltung der sachunterrichtlichen Unterrichtspraxis hinsichtlich der kindlichen Vorstellungen zur epochalen Umweltfrage Klimawandel beigetragen, um die sachunterrichtsdidaktische, fachtheoretische und umweltpsychologische sowie BNE-orientierte Forschung anzureichern und transdisziplinär zu vernetzen. Hierin wird die Möglichkeit gesehen, einen Beitrag zu einem zukunftsfähig-nachhaltigen und transformativen Diskurs innerhalb des Anthropozäns zu leisten.

Dissertationsprojekt

"Lebenslanges, berufsbegleitendes Lernen" als Kompetenzanforderung an Grundschullehrkräfte. Eine explorative Studie in Bezug auf die Wahrnehmung des aktuellen Diskurses der Sachunterrichtsdidaktik

 

Zentrales Ziel des geplanten Promotionsvorhabens ist es, die Bereitschaft von Sachunterrichtslehrer/-innen zum Lebenslangen, berufsbegleitenden Lernen einer ersten empirischen Betrachtung zu unterziehen. Des Weiteren stehen deren Begründungen bezüglich der eigenen Lerninitiativen – ausgedrückt in Anreizen oder Hindernissen – im Zentrum der Untersuchung. Das Projekt folgt demnach der übergreifenden Frage, inwieweit Sachunterrichtslehrkräfte bereit sind, sich in ihrem Fach Sachunterricht auf den Kompetenzbereich des Innovierens (KMK 2004/2014) einzulassen.

Nach ausführlicher Analyse des aktuellen Forschungsstandes wurde deutlich, dass sich die einzelnen Untersuchungsgegenstände und -schwerpunkte der betrachteten Studien (Lerngelegenheiten im Lehrerberuf, Bedingungsfaktoren für die Bereitschaft zum beruflichen Lernen) zwar z. T. ähneln, es aber dennoch bisher an konkreten Bezügen und empirischen Untersuchungen im Hinblick auf die Bereitschaft zum berufsbegleitenden Lernen – als einer Komponente der professionellen Handlungskompetenz – von Grundschul- und im Besonderen von Sachunterrichtslehrkräften fehlt. Der Fokus lag demnach seither nicht auf diesem Kernfach der Grundschule.

Daraus leitet sich die folgende Hauptfrage für die geplante empirische Untersuchung ab: Wie gestaltet sich das Lebenslange, berufsbegleitende Lernen von Sachunterrichtslehrkräften (hinsichtlich Formen und Bedingungen) in ihrem Fach in Bezug auf einen aktuell diskutierten, bildungswirksamen Sachunterricht?

Ziel der Untersuchung ist es weiterhin, Vorschläge und Wünsche hinsichtlich (der Veränderung) zukünftiger Fortbildungsveranstaltungen sowie anderer Lerngelegenheiten für Lehrer/-innen des Faches Sachunterricht zu erhalten, um die Ergebnisse auch für die Rückführung in die Praxis, i. S. der (Weiter-)Entwicklung regionaler und zentraler Fortbildungsangebote – zugeschnitten auf die Bedürfnisse der Sachunterrichtslehrkräfte, nutzbar zu machen.

 

Quelle.

KMK – Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (2004/2014). Standards für die Lehrerbildung: Bildungswissenschaften. Beschluss der KMK vom 16.12.2004 i.d.F. vom 12.06.2014. Bonn: KMK.

Dissertationsprojekt

Von Schüler*innen generierte Erklärvideos. Entwicklung eines didaktischen Konzepts für den naturwissenschaftlichen Sachunterricht und begleitende Forschung im Design-Based Research Ansatz

Dieses Forschungsvorhaben befasst sich mit der Verwendung von digitalen Medien / eines digitalen Mediums in einer Lernumgebung im Bereich des naturwissenschaftlichen Sachunterrichts. Es wird davon ausgegangen, dass digitale Medien individuelle Lernprozesse unterstützen und auch optimieren können sowie dazu beitragen, unterrichtliche Wirkungen zu verbessern. Diese These wird zumindest unter dem Stichwort des Personalisierten Lernens mit digitalen Medien vertreten (Holmes, Anastapoulou, Schaumburg, & Mavrikis, 2018). Digitale Medien können beispielsweise bei der Unterrichtsplanung, der Diagnose des Wissensstands und der Lernfortschritte unterstützen oder sie sogar übernehmen und dabei Lerninhalte auswählen oder die Lernunterstützung anpassen (ebd.). In diesem mediendidaktischen Verständnis erfolgt ein Lernen mit digitalen Medien (Kultusministerkonferenz [KMK], 2017; Tulodziecki & Herzig, 2004); aus Perspektive des Fachunterrichts dient dieser Ansatz dazu, „fachliche Kompetenzen digital [zu] fördern“ (Gesellschaft für Fachdidaktik (GDF) e.V., 2018, 1). Davon unterscheiden lässt sich im Sinne der Medienpädagogik/-bildung das Lernen über digitale Medien (KMK, 2017; Tulodziecki, Herzig, & Grafe, 2010), bei dem die Auswahl und Nutzung, aber auch die Gestaltung von Medienangeboten im Zentrum stehen (Kammerl, 2014). Mit Blick auf den Fachunterricht zielt das Lernen über Medien darauf, „digitale Kompetenzen fachlich [zu] fördern“ (Gesellschaft für Fachdidaktik (GDF) e.V., 2018, 2). Für den Sachunterricht sind sowohl das Lernen mit als auch das Lernen über digitale Medien von Bedeutung (Gervè, 2016a; Gesellschaft für Didaktik des Sachunterrichts, 2013; Irion, 2018). Diese Arbeit wird sich maßgeblich auf das Lernen mit digitalen Medien beziehen, den Anschluss an das Lernen über digitale Medien aber in die Diskussion vornehmen.

Ziel dieses Dissertationsvorhabens ist es, in einem Design-Based Research Ansatz (DBR) eine naturwissenschaftliche Lernumgebung für den Sachunterricht in der Primarstufe, die den oben genannten Voraussetzungen für einen „guten“ naturwissenschaftlichen Sachunterricht gerecht wird, unter besonderer Berücksichtigung der Integration von digitalen Medien weiterzuentwickeln, praktisch zu erproben und forschend zu begleiten. Dabei spielen Erklärvideos eine besondere Rolle. Die Integration von Erklärvideos sowie die eigene Erstellung derselben durch Schüler*innen kann als Chance gesehen werden, Kinder für die aktive Teilhabe in einer durch Digitalisierung geprägten Gesellschaft vorzubereiten. Auch für Lehrer*innen werden Vorteile konjiziert. Zum Beispiel könnten von Schüler*innen erstellte Erklärvideos, wenn sie abstrakte Konzepte und Zusammenhänge erklären, als Lernstandsanalyse i. S. d. formativen assessments fungieren. Das Forschungsvorhaben wird zeigen, wie Erklärvideos konzeptionell und für den Lernerfolg der Schüler*innen gewinnbringend in eine Lernumgebung eingebunden werden können. Dabei folgt diese Arbeit dem Ansatz des Design-Based Research, um die Praxisrelevanz zu pointieren und im Gespann von Praktiker*innen und Wissenschaftler*innen in einem iterativen Forschungsdesign innovative Interventionen zu entwickeln, zu erproben und formativ sowie summativ zu evaluieren. Zusammenfassend steht im Sinne Eulers (2014) die innovative Entdeckung bzw. Entwicklung praktikabler Möglichkeiten auf Grundlage einer theoriegeleiteten Beschreibung und Erklärung des Bestehenden.

Ausgewählte Forschungsfragen:

1. Lassen sich durch Schüler*innen gestaltete Erklärvideos als eine Möglichkeit der Nutzung von digitalen Medien so in bestehende, empirisch geprüfte naturwissenschaftliche Lernumgebungen integrieren, dass sie dabei unterstützen können, individuelle Lernprozesse zu optimieren und darüber vermittelt dazu beitragen, unterrichtliche Wirkungen zu verbessern?

2.1 Wie verändern Grundschüler*innen ihre Vorstellungen im Sinne der Conceptual Change Theorie durch das Selbsterstellen von Erklärvideos?

Aktuelle Forschungs- und Lehrprojekte

  • Projektlaufzeit
    10.08.2020 - 15.05.2021

  • Antragstellerin Prof*in. Dr*in. Kim Lange-Schubert
  • Projektleitung Karl Wollmann

  • inhaltliche Projektleitung und -koordination Dr*in. Brunhild Landwehr
  • Projektmitarbeitende Dorothée Bauer, Florian Böschl, Dr*in. Susan Hanisch, Pauline KalderAlexandria KrugDr*in. Victoria Miczajka-RußmannJörg MathiszikThomas OttlingerHeike Rauhut
  • Projektbeschreibung


    Klimaschulen in Sachsen – Erstellung fachlich und didaktisch aufbereiteter Unterrichtsmaterialien für Grundschulen

    Ausgehend einer Projektanfrage des Sächsischen Staatsministeriums für Energie, Klimaschutz, Umwelt und Landwirtschaft arbeiten derzeit Mitarbeitende der Grundschuldidaktik in den Bereichen Sachunterricht und Werken an dem Projekt „Klimaschulen in Sachsen – Erstellung fachlich und didaktisch aufbereiteter Unterrichtsmaterialien für Grundschulen“.

     

    Das Ziel dabei ist es, Grundschüler*innen für das Thema Klima und Klimawandel zu sensibilisieren und den Lernenden die globalen Zusammenhänge und nachhaltigen, individuellen Handlungsmöglichkeiten aufzuzeigen. Die Koordination dieses Projektes wird von Dr*in. Brunhild Landwehr übernommen. Zu den Aufträgen gehören einerseits die Erstellung von Lehr- und Lernmaterialien für fünf festgelegte Module, welche sich in die Bereiche Globale Ursachen und regionale Auswirkungen des Klimawandels; Klimafaktor Mensch; Lebenswelt gestalten; Energiewende vor Ort und klimabewusst handeln und konsumieren unterteilen. Die erarbeiteten Materialien werden zudem an einer Leipziger Klimaschule erprobt, evaluiert und dadurch optimiert. Zusätzlich dazu wird ein Lernbereich unter dem Thema „Klimawandel und seine Auswirkungen“ erstellt, welcher in Grundschulen im Umfang von zwei Wochen als Wahlprojekt durchgeführt werden kann. Das Ziel besteht darin die Thematik des Klimawandels mehrperspektivisch unter den Schwerpunkten der genannten Module aufzuarbeiten.

  • Kontakt Klimaschulen@uni-leipzig.de

 

  • Projektlaufzeit
    März 2020 - Dezember 2023

  • Projektleitung
    Prof*in. Dr*in. Kim Lange-Schubert
  • Projektmitarbeitende
    Karl Wollmann
  • Projektbeschreibung
     

    Professionswissen und Professionalisierung (TPACK) von Lehramtsstudierenden

    Praxis digital gestalten in Sachsen. Teilprojekt EddnaS: Entwicklung und Erprobung von digital angereichertem natur-wissenschaftsbezogenem Sachunterricht in digitalen Lehr-Lern-Laboren und Uni-Klassenzimmern (BMBF Qualitätsoffensive Lehrerbildung: PraxisdigitaliS)

    Die übergeordnete Kernidee des hier beantragten Projekts ist die Verzahnung der Förderung von professionellen Kompetenzen im Sinne des TPCKs von angehenden Lehrpersonen in enger Zusammenarbeit mit im Berufsleben stehenden Lehrpersonen durch die gemeinsame Entwicklung, Erprobung, Beforschung und Distribution von digitalen Lernumgebungen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht.

  • Projektlaufzeit
    2019 – laufend
  • Projektleitung
    Dr. Victoria Miczajka-Rußmann
  • Projektbeschreibung
     

    Kompetenzentwicklung von Lehramtsstudierenden durch Citizen Science

    Die Bedeutung des Professionswissens von Lehrkräften hat sich in den letzten Jahren auch in der Lehr-Lern-Forschung zum Sachunterricht als ein robuster Befund herausgestellt. Hierbei stellt sich das fachdidaktische Wissen als Prädiktor für leistungs- und nicht-leistungsbezogene Zielkriterien heraus – das Fachwissen wird dabei als unabdingbare Voraussetzung für die Entwicklung eines flexiblen fachdidaktischen Wissens angesehen. Untersuchungen zur Ausprägung und Qualität des Fachwissens von (angehenden) Grundschullehrkräften zeigen mit Blick auf das naturwissenschaftliche Wissen national und international immer wieder eklatante Defizite auf – dies bezieht sich nicht nur auf das disziplinäre inhaltliche und methodische Fachwissen, sondern auch auf Vorstellungen über das Wesen der Naturwissenschaften. Gleichzeitig steht für die Entwicklung und Förderung des naturwissenschaftlichen Fachwissens von Grundschullehrkräften i.d.R. wenig Zeit innerhalb der Lehrerbildung zur Verfügung, da Grundschullehrkräfte immer noch (und aus pädagogischer Sicht auch wünschenswerterweise) als fachliche Generalisten ausgebildet werden. Dieses Dilemma trifft die Ausbildung des Fachwissens im Sachunterricht in besonderer Weise, da kein anderes schulisches Fach so viele wissenschaftliche Bezugsdisziplinen miteinander vereint wie der Sachunterricht (allein im Bereich Naturwissenschaften sind es die Fächer Biologie, Physik und Chemie). Vor diesem Hintergrund soll ein Ansatz zur Förderung von Fachwissen und darauf aufbauend von fachdidaktischem Wissen über den Einbezug des Citizen Science erforscht werden. Ob die Implentation des Citizen Science Ansatzes zur Förderung der Entwicklung von unterschiedlichen Bereichen des Professionswissens geeignet ist, soll auf Basis bereits vorgetesteter Instrumente in einem Experimental-Kontrollgruppen-Design untersucht werden. Hierzu konnten im Arbeitsbereich Drittmittel eingeworben werden.

  • Projektlaufzeit
    2017 – laufend
  • Projektleitung
    Dr. Christina Haberfellner (PH Salzburg)
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
  • Projektmitarbeitende
    Thomas Ottlinger, Jörg Mathiszik, Dr. Victoria Miczajka-Rußmann, Florian Böschl
  • Projektbeschreibung
    Kompetenzentwicklung von Lehramtsstudierenden im Bereich „Nature of Science“ durch hochschuldidaktische Interventionen
    Die Bedeutung einer naturwissenschaftlichen Grundbildung in der Grundschule ist heute national und international unbestritten. Einen Aspekt naturwissenschaftlicher Grundbildung bilden hierbei die Vorstellungen über das Wesen der Naturwissenschaft bzw. naturwissenschaftlichen Wissens. Für die Förderung dieser Kompetenzen bei Grundschulkindern nimmt die Lehrperson mit ihren professionellen Kompetenzen eine zentrale Rolle ein. Stellt man jedoch die Frage, welche Kompetenzen Lehrpersonen im Bereich „Natur der Naturwissenschaften“ aufweisen, so zeigt sich, dass diese oft naive Vorstellungen in Bezug auf Wissenschaft haben, welche nicht geeignet scheinen, um Aspekte des Wissenschaftsverständnisses fachkompetent im Unterricht umsetzen zu können. Ziel des Forschungsvorhabens, welches gemeinsam mit Kolleg*innen der PH Salzburg durchgeführt wird, ist die wissenschaftliche Konzeption, Implementierung und Darstellung der Wirksamkeit eines Interventionsprogrammes zur Förderung des Wissenschaftsverständnisses angehender Primarstufenlehrkräfte. In diesem Zusammenhang konnte bereits ein Fragebogen zur Erfassung von Wissen und Einstellungen im Bereich „Natur der Naturwissenschaften“ an N=300 und N=411 Studierenden eingesetzt, erste Interventionen zur Veränderung des Wissens und der Einstellungen pilotiert und Ergebnisse auf Tagungen und in Fachzeitschriften publiziert werden.
  • Projektlaufzeit
    2010 – laufend
  • Projektleitung
    SProf. Dr. Kornelia Möller (Universität Münster)
    SProf. Dr. Hans Fischer (Universität Duisburg-Essen)
    Prof. Dr. Thilo Kleickmann (Universität Kiel)
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
  • Projektmitarbeitende
    Robert Liebtrau
  • Projektbeschreibung
     

    Unterricht im Übergang von der Primar- in die Sekundarstufe

    Entwicklung der Wahrnehmung naturwissenschaftlichen Unterrichts durch Schülerinnen und Schüler in der Übergangsphase von der Primar- in die Sekundarstufe und Zusammenhänge mit der Entwicklung motivationaler und selbstbezogener Zielbereiche (PLUS – Längsschnittstudie)

  • Ziel der Studie PLUS Längsschnitt ist es, die Entwicklung des Interesses an Physik vom Ende der Grundschulzeit bis in die Sekundarstufe zu beschreiben und die Bedeutung des naturwissenschaftlichen Unterrichts für die Interessensentwicklung zu untersuchen. Methodisch kommen dabei u. a. Varianzanalysen und latente Wachstumskurven zum Einsatz.

  • Projektlaufzeit
    2012 – 2015
  • Projektleitung
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
  • Prof. Dr. Cory Forbes (University of Nebraska)
  • Projektmitarbeitende
    Florian Böschl
  • Projektbeschreibung
     

    Videobasierte Unterrichtsforschung mit Schwerpunkt auf scientific inquiry (forschendes Lernen)

    Forschendes Lernen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht der Grundschule – Internationaler Vergleich der Unterrichtsqualität zwischen Deutschland und den USA.

  • Ziel dieses Projektes war die Identifizierung von länderspezifischen Verlaufs- und Inszenierungsmuster des naturwissenschaftlichen Sachunterrichtes in Deutschland und den USA mit besonderem Fokus auf die Implementierung von Modellierungsprozessen. Dazu wurden Unterrichtsvideos aus mehreren groß angelegten Studien (Deutschland: DFG-Projekt PLUS-QS, BIQUA, USA: PIECS-Projekt, MoSHes-Projekt) mithilfe eines hoch-inferenten Videoinstrumentes zur Erfassung von Merkmalen eines modell-orientierten Unterrichts re-analysiert. Die Ergebnisse wurden national und international auf Tagungen publiziert und befinden sich im Prozess der Veröffentlichung.

 

  • Projektlaufzeit
    2013 – laufend

  • Projektleitung
    Prof*in. Dr*in. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
    Prof. Dr. Andreas Hartinger (Universität Augsburg)
    Prof. Dr. Dirk Krüger (FU Berlin)
    Prof.   Dr. Annette Upmeier zu Belzen (HU Berlin)
    Prof. Dr. Cory Forbes (University of Nebraska, USA)
  • Projektbeschreibung

    Entwicklung des naturwissenschaftlichen Denkens von Kindern, u.a. durch die Erforschung und Förderung von Modellkompetenzen von Grundschülerinnen und -schülern im naturwissenschaftlichen Sachunterricht
     

    Die Förderung von Modellkompetenz im Sachunterricht der Grundschule

    Das Forschungsvorhaben zielt auf die Erfassung und Förderung von Modellkompetenz von Grundschüler(inne)n. Dafür werden zunächst Diagnoseinstrumente zur Erfassung von Modellkompetenz von Grundschüler(inne)n sowie Treatments zur Förderung der Modellkompetenz im Grundschulunterricht entwickelt. In einem weitergehenden Forschungsvorhaben sollen dann die Effektivität der Treatments unter kontrollierten Bedingungen getestet und Zusammenhänge zu weiteren Zielkriterien des frühen sachunterrichtlichen Lernens (Wissensaufbau, Wissenschaftsverständnis und motivationale Dispositionen) überprüft werden.

  • Projektlaufzeit
    2016  – heute

  • Projektleitung
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
    JProf. Dr. Barbara Geist (Universität Leipzig, Herder-Institut)
    Prof. Dr. Henrik Saalbach (Universität Leipzig)
    Dr. Anika Bürgermeister
  • Projektmitarbeitende
    Annika Hermann
  • Projektbeschreibung

    Konzeption und empirische Erfassung der Bildungssprache im physikbezogenen Sachunterricht, Zusammenhänge zwischen Fach- und Sprachlernen und die Bedeutung der Unterstützungsmaßnahmen der Lehrpersonen

    Bildungssprache gilt als zentraler Schlüssel für erfolgreiches Lernen sowie zu kulturell-gesellschaftlicher Teilhabe. Entsprechende Belege dafür liefern auch internationale Schulleistungsvergleichsstudien wie IGLU oder PISA. In Zusatzstudien dieser Datensätze konnte gezeigt werden, dass bereits in der Grundschule der Lernerfolg insbesondere im naturwissenschaftlichen Bereich mit der erlernten Sprache der Schüler und Schülerinnen zusammenhängt. Jedoch liegen bislang für den naturwissenschaftlichen Sachunterricht keine empirisch überprüften Modelle zur Beschreibung der tatsächlich im Unterricht gesprochenen Sprache vor. Solche Modelle stellen aber die Ausgangsbasis für etwaige Modelle zur Gestaltung eines sprachsensiblen Sachunterrichts beziehungsweise für die Förderung der fachbezogenen sprachlichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler im Sachunterricht dar.
    Ziel des Projektes ist die theoretische Beschreibung und empirische Erfassung von Bildungssprache im Sachunterricht. Dies soll auf Basis einer Re-Analyse bestehender Unterrichtsvideos (PLUS-Studie, s.o.) vollzogen werden. Bislang wurde ein Annotationsmanual entwickelt und mehrere Videos mithilfe des Manuals analysiert. Geplant ist die Analyse des Gesamtkorpus der PLUS-Studie.

Eingeworbene Drittmittel

Die Einwerbung von Drittmitteln ermöglicht uns die Durchführung von zusätzlichen Forschungs- und Lehrprojekten. Eine Übersicht über die an der Professur eingeworbenen Drittmittel finden Sie hier.

  • Projektlaufzeit
    März 2020 bis Dezember 2023
  • Projektleitung
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
  • Antragsteller
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert / Prof. Dr. Ganguin (für das Gesamtprojekt)
  • Förderung
    Bundesministerium für Bildung und Forschung
  • Fördersumme
    208.295,51 Euro
  • Kurzbeschreibung

    Praxis digital gestalten in Sachsen: Entwicklung und Erprobung von digital angereichertem natur-wissenschaftsbezogenem Sachunterricht in digitalen Lehr-Lern-Laboren und Uni-Klassenzimmern

    Die übergeordnete Kernidee des hier beantragten Projekts ist die Verzahnung der Förderung von professionellen Kompetenzen im Sinne des TPACKs von angehenden Lehrpersonen in enger Zusammenarbeit mit im Berufsleben stehenden Lehrpersonen durch die gemeinsame Entwicklung, Erprobung, Beforschung und Distribution von digitalen Lernumgebungen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht.
  • Projektlaufzeit
    März 2019 bis September 2022
  • Projektleitung
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
    Christian Felgner (Konrektor staatl. Leipziger Grundschule Pablo Neruda)
    Karl Wollmann (Universität Leipzig)
  • Antragsteller
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
    Christian Felgner (Konrektor staatl. Leipziger Grundschule Pablo Neruda)
    Karl Wollmann (Universität Leipzig)
  • Förderung
    Deutscher Stifterverband
  • Fördersumme
    15.000 Euro
  • Kurzbeschreibung

    Schule in der digitalen Welt

    Kernziel des Projektes ist die Einrichtung eines speziellen Uni-Klassenzimmers an der Pablo-Neruda-Schule als neu zu entwickelnder, dann aber fester Bestandteil des Medienkonzeptes der Schule zur curricularen Einbindung digitaler Medien in den (Fach-)Unterricht. Dieses Uni-Klassenzimmer soll mit Hilfe der beantragten Mittel als digitales Leipziger-Lehr-Lern-Labor aufgebaut werden. In diesem so geschaffenen Raum sollen in enger Kooperation zwischen Schule und Hochschule insbesondere durch den Einbezug von Studierenden in den abschließenden Modulen mit Forschungs- und Projektseminaren digitale Lernumgebungen für den naturwissenschaftlichen Sachunterricht im Design-Based-Research Ansatz entwickelt, erprobt, beforscht und auf schulischer, regionaler und überregionaler Ebene distribuiert werden.
  • Projektlaufzeit
    Oktober 2019 bis September 2022
  • Projektleitung
    Dr. Victoria Miczajka-Rußmann (Universität Leipzig)
  • Antragsteller
    Dr. Victoria Miczajka-Rußmann (Universität Leipzig)
  • Förderung
    Deutsche Telekom Stiftung
  • Fördersumme
    ca. 220.000 Euro
  • Kurzbeschreibung

    Citizen Science in der Lehrerbildung

    Implementation von Citizen Science als methodischer Ansatz der fachwissenschaftlichen Professionalisierung in der Hochschulbildung angehender Grundschullehrkräfte im Bereich Naturwissenschaft und Technik am Thema Biodiversität.
  • Projektlaufzeit
    Oktober 2018 bis September 2019
  • Projektleitung
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
    Karl Wollmann (Universität Leipzig)
  • Antragsteller
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert / Dr. Brunhild Landwehr
  • Förderung
    Bundesministerium für Bildung und Forschung über Labor Uni Leipzig
  • Fördersumme
    ca. 17.000 Euro
  • Kurzbeschreibung

    Lernschwierigkeiten begegnen: Digitale Lerngelegenheiten entwickeln (Lebe-DiLee)

    Das Projekt LebeDiLe verzahnt die Förderung von Professionswissen angehender Lehrkräfte mit der Entwicklung von digitalen Lernumgebungen im naturwissenschaftlichen Sachunterricht. Es greift damit zwei Problembereiche in der Professionalisierung von Lehrkräften im Sachunterricht auf: Zum einen adressiert es Wissen über Schülervorstellungen, welches als notwendige Voraussetzung für die Anregung und Unterstützung von Lernprozessen gesehen wird. Im Projekt sollen Studierende naturwissenschaftliche Lerngelegenheiten, die fachliche Lernschwierigkeiten von Grundschüler*innen aufgreifen und diesen mit selbst entwickelten digitalen Angeboten begegnen, entwickeln und erproben. Dabei wird sowohl die Entwicklung des Professionswissen als auch die Wirkung der digitalen Lernumgebungen auf das fachliche Lernen der Schüler*innen erforscht.
  • Projektlaufzeit
    Juni 2016 bis Dezember 2017
  • Projektleitung
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig
    Prof. Dr. Simone Reinhold (Universität Leipzig)
  • Antragsteller
  • ZLS Universität Leipzig
    Prof. Dr. Kim Lange-Schubert (Universität Leipzig)
    Prof. Dr. Simone Reinhold (Universität Leipzig)
  • Förderung
    Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst
  • Fördersumme
    ca. 90.000 Euro
  • Kurzbeschreibung

    Inklusion gemeinsam gestalten: Professioneller Austausch über videographierte Lernsituationen

    Im Projekt wurde zur Erforschung von inklusiven Unterrichtssettings unter Beteiligung von Forschenden aus nahezu allen Fachdidaktiken der Leipziger lehrer*innenbildenden Hochschulen sowie aus förderpädagogischen Instituten in Zusammenarbeit mit dem Zentrum für Lehrerbildung und schulpraktische Studien der Universität Leipzig (ZLS) eine Videodatenbank von inklusivem Unterricht aufgebaut.