Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Grundschuldidaktik Sachunterricht unter Berücksichtigung der Sozialwissenschaften - Termine, Veranstaltungen und Informationen rund um den Sachunterricht.

Aktuelle Dokumente und Termine

DFG fördert für 3 Jahre das Forschungsprojekt "Bildung und Objekte: Historische Sachlernprozesse in schulbezogenen Sammlungen"

In Sammlungen von Museen und Universitäten wird ein umfangreiches materielles, kulturelles Erbe ausgestellt bzw. aufbewahrt, das für Grundschulkinder nur ansatzweise erschlossen ist. Viele der größtenteils in Aufbewahrungsräumen und Depots verwahrten Sammlungsobjekte sind für Grundschulkinder nicht zugänglich. Die wenigen vorhandenen Bildungsangebote in Sammlungen entstehen häufig ohne erziehungswissenschaftliche Expertise und ohne Beteiligung von Grundschulkindern, obwohl Bildungspotentiale von Sammlungsobjekten im Kontext von Studien zu einer Pädagogik materieller Kultur in theoretischen Arbeiten umfangreich beschrieben worden sind. Dies liegt u. a. darin begründet, dass zu den theoretischen Arbeiten der allgemeinen Pädagogik und historischen Bildungsforschung wenig qualitativ-empirische Studien vorliegen, die mit Bezug zu den Fachdidaktiken Bildungspotentiale in Sammlungen herausarbeiten und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schulen und Sammlungen aufzeigen. Ausgehend von zwei schulbezogenen Sammlungen, die Bezüge zu bekannten Objekt- und Lebenswelten von Grundschulkindern sowie der Tätigkeit Sammeln aufweisen, wird im ethnographischen Forschungsprojekt qualitativ-rekonstruktiv zum Aufforderungscharakter von historischen Sammlungsobjekten empirisch geforscht. Die Sammlungen werden exemplarisch mit dem anthropologischen Zugang Kontaktzonen für 8 bis 11-jährige Grundschulkinder erschlossen.

Gesamtfördersumme: 487.288 Euro

Aktuelle Prüfungstermine für das Sommersemester 2021 (Stand 01.06.21)

05-GSD-Sach01 Klausur Di, 27.07.21, 11:00-12:30 Uhr    
05-GSD-Sach02 Referat mit schriftlicher Ausarbeitung (nur Wiederholungsprüfungen) 20.09.21    
05-GSD-Sach03 mündliche Prüfung (Podcast) 20.09.21    
05-GSD-Sach04 Portfolio 20.09.21    

 

Nachholtermine finden im Wintersemester 21/22 statt. Schriftliche Prüfungsleistungen (Sach02, Sach04) werden digital und postalisch eingereicht.

Projektmitteilung: Klimaschulen in Sachsen

Bearbeitung des Projektes „Klimaschulen in Sachsen – Erstellung fachlich und didaktisch aufbereiteter Unterrichtsmaterialien für Grundschulen“ durch Mitarbeitende der Grundschuldidaktiken Sachunterricht und Werken.

Mehr Informationen hier

Tagungsankündigung: Pädagogik materieller Kultur.

Beiträge zu Theorie, Didaktik und Forschung.

09. & 10. Juni 2022, Universität Leipzig

 

Kultur ist nicht vorstellbar ohne materielle Dinge, et vice versa. Das anhaltende Interesse an Dingen ist daher immer auch ein Interesse an all dem, was Menschen hervorbringen und gestalten: Theorien und Ideen, Räume und Rituale des Zusammenlebens und der Repräsentation, kurzum Kultur. Zahlreiche geistes- und sozial- und kulturwissenschaftliche Disziplinen beschäftigt die materielle Kultur historischer und gegenwärtiger Gesellschaften. So analysieren z.B. die ethnologischen und archäologischen Fächer, die Historische Anthropologie und Philosophie den Komplex von Materiellem, Wahrnehmung, Umgang und Bedeutsamkeit.

 

Materielle Kultur ist auch für die Erziehungswissenschaft ein relevanter Gegenstand, kann doch an wenigstens zwei etablierte und aufeinander bezogene Interessen- und Forschungsfelder der Erziehungswissenschaft angeschlossen werden: die Materialität von Erziehungs- und Bildungsprozessen und die Vielfalt kultureller Erscheinungen. In diesen Kontexten zirkulieren zwar anthropologische Theorien, ethnologische Methoden und archäologische Metaphern, doch liegen erziehungswissenschaftliche Studien zur materiellen Kultur bisher kaum vor.

 

Dabei scheint nicht nur für die Grundlagenforschung zu Deutungen, Verstehensprozessen und Umgangsweisen von Kindern eine Verbindung von erziehungswissenschaftlicher Forschung und Erforschung materieller Kultur lohnenswert. Auch lassen sich didaktische Perspektiven auf alltägliche, gesammelte und musealisierte Dinge durch Feld- und Begleitforschungen an schulischen und nicht-schulischen Orten kultureller Bildung weiterentwickeln und die Bedeutsamkeit von Dingen in pädagogischen Handlungsfeldern herausarbeiten. Dabei wäre auch auf die jüngste Erfahrung der Grenzen des Digitalen zu reflektieren.

Was also kann sich die Erziehungswissenschaft von der interdisziplinären Erforschung materieller Kultur versprechen und welchen Beitrag kann sie selbst zu dieser leisten? Im Zentrum der Tagung sollen theoretische, methodologische und didaktische Überlegungen zu einer qualitativ-empirisch fundierten Pädagogik materieller Kultur bzw. die Frage danach stehen, unter welchen Bedingungen eine solche begründetet werden kann.

 

Als Vortragende werden wir Hans Peter Hahn, Professor für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt, Claus Stieve, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogik der frühen Kindheit an der TH Köln sowie Gisela Weiß, Professorin für Museumspädagogik an der HTWK Leipzig begrüßen können. Die Abstracts der Beiträge sowie ein vorläufiges Programm werden zeitnah veröffentlicht. Eine Anmeldung ist jedoch bereits möglich. Für diese sowie Fragen zur Tagung wenden Sie sich bitte per Mail an: paul.koenig(at)uni-leipzig.de

 

Die Tagung wird gemeinsam organisiert von den Professuren für Grundschuldidaktik mit dem Schwerpunkt Sachunterricht an der Universität Würzburg und Grundschuldidaktik des Sachunterrichts unter besonderer Berücksichtigung der Sozialwissenschaften an der Universität Leipzig.

 

Flyer zur Tagung
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