Alle wichtigen Neuigkeiten aus der Grundschuldidaktik Sachunterricht unter Berücksichtigung der Sozialwissenschaften - Termine, Veranstaltungen und Informationen rund um den Sachunterricht.

Aktuelle Dokumente und Termine

DFG fördert für 3 Jahre das Forschungsprojekt "Bildung und Objekte: Historische Sachlernprozesse in schulbezogenen Sammlungen"

In Sammlungen von Museen und Universitäten wird ein umfangreiches materielles, kulturelles Erbe ausgestellt bzw. aufbewahrt, das für Grundschulkinder nur ansatzweise erschlossen ist. Viele der größtenteils in Aufbewahrungsräumen und Depots verwahrten Sammlungsobjekte sind für Grundschulkinder nicht zugänglich. Die wenigen vorhandenen Bildungsangebote in Sammlungen entstehen häufig ohne erziehungswissenschaftliche Expertise und ohne Beteiligung von Grundschulkindern, obwohl Bildungspotentiale von Sammlungsobjekten im Kontext von Studien zu einer Pädagogik materieller Kultur in theoretischen Arbeiten umfangreich beschrieben worden sind. Dies liegt u. a. darin begründet, dass zu den theoretischen Arbeiten der allgemeinen Pädagogik und historischen Bildungsforschung wenig qualitativ-empirische Studien vorliegen, die mit Bezug zu den Fachdidaktiken Bildungspotentiale in Sammlungen herausarbeiten und Kooperationsmöglichkeiten zwischen Schulen und Sammlungen aufzeigen. Ausgehend von zwei schulbezogenen Sammlungen in Italien (Kooperationspartnerin ist Prof‘in Sandra Chistolini der Università degli studi Roma Tre) und Deutschland, die Bezüge zu bekannten Objekt- und Lebenswelten von Grundschulkindern sowie der Tätigkeit Sammeln aufweisen, wird im ethnographischen Forschungsprojekt qualitativ-rekonstruktiv zum Aufforderungscharakter von historischen Sammlungsobjekten empirisch geforscht. Die Sammlungen werden exemplarisch mit dem anthropologischen Zugang Kontaktzonen für 8 bis 11-jährige Grundschulkinder erschlossen.

Gesamtfördersumme: 487.288 Euro

Aktuelle Prüfungstermine für das Wintersemester 2021/22 (Stand 18.11.2021)

Modul Prüfungsleistung Termin Ort/Abgabe Nachholtermin
05-GSD-Sach00 Klausur Di, 08.02.22, 11:00-12:30 Uhr Großer Hörsaal & Hörsaal Süd, Campus Jahnallee SoSe 2022
05-GSD-Sach02 Referat mit schriftlicher Ausarbeitung 07.03.22 Digital und postalisch WiSe 2022/23
05-GSD-Sach03 mündliche Prüfung 07.-11.02.22   SoSe 2022
05-GSD-Sach04 Portfolio 07.03.22 Digital und postalisch SoSe 2022

 

Projektmitteilung: Klimaschulen in Sachsen

Bearbeitung des Projektes „Klimaschulen in Sachsen – Erstellung fachlich und didaktisch aufbereiteter Unterrichtsmaterialien für Grundschulen“ durch Mitarbeitende der Grundschuldidaktiken Sachunterricht und Werken.

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Tagungsankündigung: PÄDAGOGIK & MATERIELLE KULTUR

Beiträge zu Theorie, Didaktik und Forschung.

09. & 10. Juni 2022, Universität Leipzig

Kultur ist eine Fähigkeit, die immer auch materiell Ausdruck findet. Das anhaltende Interesse an „den Dingen“ ist daher immer auch als ein Interesse an all dem zu verstehen, was Menschen hervorbringen und gestalten. Theoretische Konzepte und die empirische Forschung zu materieller Kultur historischer und gegenwärtiger Gesellschaften thematisieren die Bedeutsamkeit von Dingen für die herstellenden und nutzenden Menschen sowie damit verbundene Wahrnehmungs- und Umgangsweisen.

Die Analyse des Materiellen in der Lebenswelt beschäftigen zahlreiche geistes- und sozial- und kulturwissenschaftliche Fächer. Auch innerhalb der Erziehungswissenschaft und ihrer Teildisziplinen sowie der Kindheitsforschung ist die Beschäftigung mit der Materialität von Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsprozessen ein relevanter und etablierter Interessengegenstand. Jedoch sind bisher nur wenige erziehungswissenschaftlich geprägte, empirische Studien vorgelegt worden, die sich auch im Forschungsfeld Materielle Kultur verorten.

Dabei scheint nicht nur für die Grundlagenforschung zu Deutungen, Verstehensprozessen und Umgangsweisen von Kindern eine Verbindung von erziehungswissenschaftlicher Forschung und Erforschung materieller Kultur lohnenswert. Auch lassen sich didaktische Perspektiven auf alltägliche, gesammelte und musealisierte Objekte durch Feld- und Begleitforschungen an schulischen und nicht-schulischen Orten kultureller Bildung weiterentwickeln und die Bedeutsamkeit von materiellen Objekten in pädagogischen Handlungsfeldern herausarbeiten. Dabei ist auch auf die jüngste Erfahrung der Grenzen des Digitalen zu reflektieren.

Im Zentrum der Tagung stehen daher theoretische, methodologische und didaktische Überlegungen zur Frage, was sich die Erziehungswissenschaft und insbesondere auch die Fachdidaktiken von der interdisziplinären Erforschung materieller Kultur versprechen und welchen Beitrag sie selbst zu dieser leisten können.

Als Vortragende werden wir Hans Peter Hahn, Professor für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt, Claus Stieve, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogik der frühen Kindheit an der TH Köln sowie Gisela Weiß, Professorin für Museumspädagogik an der HTWK Leipzig begrüßen können. Die Abstracts der Beiträge sowie ein vorläufiges Programm werden zeitnah veröffentlicht. Eine Anmeldung ist jedoch bereits möglich. Für diese sowie Fragen zur Tagung wenden Sie sich bitte per Mail an: paul.koenig(at)uni-leipzig.de 

Die Tagung wird gemeinsam organisiert von den Professuren für Grundschuldidaktik mit dem Schwerpunkt Sachunterricht an der Universität Würzburg und Grundschuldidaktik des Sachunterrichts unter besonderer Berücksichtigung der Sozialwissenschaften an der Universität Leipzig.

 

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