Tagung/Symposium am

Veranstaltungsort: Antikenmuseum, Ritterstraße 14, 04109 Leipzig

Kultur ist eine Fähigkeit, die immer auch materiell Ausdruck findet. Das anhaltende Interesse an „den Dingen“ ist daher immer auch als ein Interesse an all dem zu verstehen, was Menschen hervorbringen und gestalten.

Theoretische Konzepte und die empirische Forschung zu materieller Kultur historischer und gegenwärtiger Gesellschaften thematisieren die Bedeutsamkeit von Dingen für die herstellenden und nutzenden Menschen sowie damit verbundene Wahrnehmungs- und Umgangsweisen.

Die Analyse des Materiellen in der Lebenswelt beschäftigen zahlreiche geistes- und sozial- und kulturwissenschaftliche Fächer. Auch innerhalb der Erziehungswissenschaft und ihrer Teildisziplinen sowie der Kindheitsforschung ist die Beschäftigung mit der Materialität von Sozialisations-, Erziehungs- und Bildungsprozessen ein relevanter und etablierter Interessengegenstand. Jedoch sind bisher nur wenige erziehungswissenschaftlich geprägte, empirische Studien vorgelegt worden, die sich auch im Forschungsfeld Materielle Kultur verorten.

Dabei scheint nicht nur für die Grundlagenforschung zu Deutungen, Verstehensprozessen und Umgangsweisen von Kindern eine Verbindung von erziehungswissenschaftlicher Forschung und Erforschung materieller Kultur lohnenswert. Auch lassen sich didaktische Perspektiven auf alltägliche, gesammelte und musealisierte Objekte durch Feld- und Begleitforschungen an schulischen und nicht-schulischen Orten kultureller Bildung weiterentwickeln und die Bedeutsamkeit von materiellen Objekten in pädagogischen Handlungsfeldern herausarbeiten. Dabei ist auch auf die jüngste Erfahrung der Grenzen des Digitalen zu reflektieren.

Im Zentrum der Tagung stehen daher theoretische, methodologische und didaktische Überlegungen zu der Frage, was sich die Erziehungswissenschaft und insbesondere auch die Fachdidaktiken von der interdisziplinären Erforschung materieller Kultur versprechen und welchen Beitrag sie selbst zu dieser leisten können.

Als Vortragende werden wir

  • ­   Hans Peter Hahn, Professor für Ethnologie an der Goethe-Universität Frankfurt,
  • ­   Claus Stieve, Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Pädagogik der frühen Kindheit an der TH Köln

sowie

  • ­   Gisela Weiß, Professorin für Museumspädagogik an der HTWK Leipzig

begrüßen können.

Die Tagung wird gemeinsam veranstaltet von den Professuren für Grundschuldidaktik mit dem Schwerpunkt Sachunterricht an der Universität Würzburg (Andreas Nießeler) und Grundschuldidaktik des Sachunterrichts unter besonderer Berücksichtigung der Sozialwissenschaften an der Universität Leipzig (Bernd Wagner).

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Flyer oder unserer Homepage und dem Feld „Tagungsankündigung“.

Eine Anmeldung ist möglich unter: paul.koenig(at)uni-leipzig.de

Erstellt von: Paul König