Aktuelle Forschungsprojekte

 

Beobachtungsbasierte Wohlbefindens- und Gefährdungsbeurteilung

Entwicklung und Erprobung einer beobachtungsbasierten Wohlbefindens- und Gefährdungsbeurteilung

Das von der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) geförderte Projekt beschäftigt sich mit der Identifikation von Merkmalen kindlichen Wohlbefindens und psychischer Belastungsfaktoren in der institutionalisierten Bildung, Betreuung und Erziehung von Kindern unter drei Jahren.

Das Wohlbefinden der Jüngsten im Blick

Diese Zielgruppe wird fokussiert, weil sie aufgrund ihres Entwicklungsstandes sowohl besonders verletzlich als auch kaum in der Lage ist, eigenständig zuverlässig Auskunft über belastende Situationen und Beanspruchungen zu geben. Mit der Minimierung von Risiken für ein geringes biopsychosoziales Wohlbefinden und hohen Beanspruchungen sollen soziale und emotionale Kompetenzen von Kindern gestärkt und Störungen und Verhaltensauffälligkeiten präventiv begegnet werden. Mittel- und langfristig dient dies der Gewaltprävention als auch der Sicherung von Gesundheit und Arbeitsfähigkeit im Erwachsenenalter.

Partizipiativer Forschungsansatz

In enger Zusammenarbeit zwischen der Projektgruppe der Universität Leipzig und Teams von fünf Kindertagesstätten („innerer Kreis“) wird ein wissenschaftlich fundiertes beobachtungsbasiertes Verfahren zur psychischen Gefährdungsbeurteilung von Krippenkindern entwickelt. Anschließend werden über den Kreis der bisher teilnehmenden Einrichtungen hinaus weitere Kitas bzw. Krippenfachkräfte in die Studie einbezogen. Diese erproben das Instrument in ihrem Praxisalltag. Auf der Basis der Ergebnisse aus der Erprobungsphase wird das Verfahren vom Projektteam und den Projekt-Kindertagesstätten aus dem „inneren Kreis“ schließlich noch einmal intensiv überarbeitet.

Laufzeit:

  • 01.10.2021 - 30.04.2024

Mittel:

  • DGUV - Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung

Am Projekt beteiligte Forscher:innen:

  • Prof. Dr. Susanne Viernickel (Projektleitung)
  • Marianne Rölli Siebenhaar (Wiss. Mitarbeiterin)
  • Smilla Lecon (Wiss. Hilfskraft)
  • Nadine Scholz (Wiss. Hilfskraft) 

INDIVIDUELLE LERNENTWICKLUNGSANALYSE VON BASISKOMPETENZEN IN DER INKLUSIVEN TRANSITION KITA – SCHULE

Das Verbundprojekt „ILEA-Basis-T“ fokussiert Übergänge von der Kita zur Grundschule von Kindern mit erheblichen Lern- und Entwicklungsrückständen. Ziel des Projekts ist die Entwicklung diagnostischer Bausteine und Förderanregungen in den Bereichen frühe Literalität, Frühe Mathematik und psycho-soziale Gesamtsituation für diese Zielgruppe.

Das Projektteam des Arbeitsbereichs Pädagogik der frühen Kindheit befasst sich vor allem intensiv mit dem Bereich des psycho-sozialen Wohlbefindens der Heranwachsenden.

Susanne Viernickel ist zudem Leiterin eines Teilprojekts von ILEA-Basis-T. Hier stehen die Identifikation von Förderclustern und die Entwicklung von Förderanregungen zur Umsetzung einer alltagsintegrierten Förderung im Fokus: In Zusammenarbeit mit den Partnerkitas sollen die entwickelten Instrumente und Förderhinweise auf Akzeptanz, Verständlichkeit, Praktikabilität und Nützlichkeit überprüft werden.

Weitere Informationen finden Sie auf der Projektseite des Verbundprojekts.

Am Projekt beteiligte Forscher:innen des Arbeitsbereichs Pädagogik der frühen Kindheit:

  • Prof. Dr. Susanne Viernickel (Leitung des Teilprojekts)
  • Nicole Reichenbach (Wiss. Mitarbeiterin)
  • Virginia Richter (Wiss. Mitarbeiterin)
  • Daniela Seidel (Wiss. Hilfskraft) 
  • Emily Zahn (Wiss. Hilfskraft)

Die Basisstudie der Forschungs- und Lehrkindertagesstätte

Die Basisstudie ist kein Projekt einzelner Wissenschaftler:innen, sondern wird in der Verantwortung der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät mit ihren verschiedenen Arbeitsbereichen umgesetzt. Sie wird eine wichtige Grundlage sein für die langfristig angelegte Erforschung von Entwicklungs- und Bildungsprozessen der Kinder im FRÖBEL-Kindergarten „Am Elsterbecken“. Mit der Basisstudie entsteht ein Korpus an individuums- und einrichtungsbezogenen Daten, der verschiedenen Forscherinnen und Forschern zur Sekundäranalyse zur Verfügung gestellt werden soll.

Im Mittelpunkt der Forschungsaktivitäten über die FoLKi in der Kita „Am Elsterbecken“ steht die Frage: Wie verlaufen kindliche Entwicklungs- und Bildungsprozesse und welche Rolle spielen insbesondere die Einflüsse aus dem Kita-Alltag? Mit Unterstützung der Familien und der pädagogischen Fachkräfte der Kita können Einflussfaktoren aus dem häuslichen Umfeld sowie aus dem Kita-Alltag als Kontrollvariablen berücksichtigt werden.

Die Daten für die Baisstudie werden in mehreren Phasen erhoben. Um kindliche Entwicklungs- und Bildungsprozesse in ihrer Komplexität verstehen zu können, werden wiederholend Daten zu verschiedenen Bereichen erhoben. Die Basisstudie fokussiert vier Bereiche:

(1) Kindbezogene Verhaltens- und Entwicklungsdaten,

(2) Familienbezogene Daten,

(3) Kita-bezogene Strukturmerkmale und

(4) Analysen der Interaktionsqualität.

Auf der Webseite der Forschungs- und Lehrkita erfahren Sie mehr über die Basisstudie.

Beteiligte Forscherinnen:

  • Viriginia Richter (Wiss. Mitarbeiterin)
  • Luise Herrmann (Wiss. Hilfskraft)

Aktuelle Dissertationsprojekte

Professionalisierung im Masterstudium. Entwicklung professioneller Selbstbilder und Kompetenzen Studierender im Verlauf ihres kindheitspädagogischen Masterstudiums 

Laufzeit: 01.10.2020 - 30.09.2024

Das Dissertationsvorhaben von Romy Döring-Koch verfolgt das Ziel, auf Basis empirischer Daten Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich individuelle Professionalisierungsprozesse bei Studierenden eines frühpädagogischen Masterstudiums vollziehen. Diese Erkenntnisse sollen dafür genutzt werden, Rückschlüsse zur Gestaltung von Masterstudiengängen mit frühpädagogischem Fokus auf Curricula- sowie Hochschuldidaktik-Ebene zu generieren.

Berufsbezogene Emotionen und Praktiken der Emotionsarbeit frühpädagogischer Fachkräfte 

Laufzeit: 01.11.2021 - 31.10.2025

Frühpädagogische Fachkräfte müssen vielfältigen berufsspezifischen Anforderungen gerecht werden. Besonders die Relevanz „guter“ Fachkraft-Kind-Interaktionen wird betont: Erzieher*innen sollen feinfühlig und bedürfnisorientiert handeln, situativ und der individuellen Entwicklung des jeweiligen Kindes angemessen. Im beruflichen Kontext auf eine bestimmte Art interagieren zu müssen, stellt Fachkräfte vor die Herausforderung, ihre eigenen Emotionen entsprechend spezifischer Zuschreibungen zu managen. Hier setzt das Promotionsprojekt von Victoria Jankowicz an: Vermutet wird, dass Kita-Fachkräfte bei ihrer täglichen Arbeit mit vielfältigen Emotionen konfrontiert sind und dass ein „professioneller“ Umgang damit eine bisher kaum thematisierte Kernaufgabe frühpädagogischer Arbeit darstellt. Im Zentrum des ethnographischen Forschungsprojekt steht die Frage: Wie machen frühpädagogische Fachkräfte Kita-Arbeit mit Emotionen?

Abgeschlossene Forschungsprojekte

Kita und Corona

Laufzeit: 06/2020 - 09/2023 

beteiligte Forscher:innen: Dr. Katrin Lattner, Victoria Jankowicz (MA)

Im Projekt steht die Erhebung der subjektiven Einschätzungen der (früh-)pädagogischen Fach- und Leitungskräfte zu den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Berufsalltag in der Kita im Fokus der Untersuchung. Das an der Universität Leipzig durchgeführte Forschungsprojekt „Covid-19 bedingte Veränderungen im Berufsalltag von Kita-Mitarbeiter:innen - Chan[c]e oder Chan[g]e“ erfasst explorativ die gesammelten Erfahrungen der pädagogischen Fach- und Leitungskräfte mit den Covid-19-bedingten Auswirkungen auf die frühe Bildung in Kitas, aber auch unerwartet positive Nebeneffekte. Dies schließt die Frage nach deren »gesunden« Umgang mit den ‚neuen‘ Herausforderungen im Berufsalltag ein. Das Ziel der aufeinander aufbauenden Teilstudien „KiTa und Corona: Chan[g]e oder Chan[c]e?“ (Studie 1, Erhebung: 06-10/2020) und „KiTa und Corona: Pädagogische Praxis 2.0?“ (Folgestudie 2, Erhebung: 07-10/2021) besteht darin, Aufschluss sowohl über die arbeitsbezogenen Herausforderungen als auch über gesundheitsbezogene Ressourcen der KiTa-Teams über die Dauer der Covid-19-Pandemie zu geben und anhand der erfassten Stimmen Ideen für konkrete Handlungsansätze beim Umgang mit (zukünftigen) krisenhaften Ereignissen zu skizzieren.

Eine Kita auf dem Weg zum Kinder- und Familienzentrum

Laufzeit: 01.01.2018 - 30.04.2023

Welche Prozesse ereignen sich, wenn eine kommunale integrative Kita mit einem hohen Bedarfslagenindex sich zu einem Kinder- und Familienzentrum transformieren soll? Welchen Herausforderungen begegnet das Team, wie wird ihnen begegnet und auf welche Ressourcen wird zurückgegriffen? Diesen Fragen werden im Rahmen einer Fallstudie durch eine mehrjährige wissenschaftliche Begleitung nachgegangen. Das Projekt wurde von der Stiftung Jugend mit Zukunft und der Sparkasse Leipzig gefördert.

Kindliches Wohlbefinden im Eingewöhnungsprozess 

Laufzeit: 01.08.2020 - 31.12.2021

Der Übergang von der ausschließlichen Familienbetreuung in ein familienexternes Betreuungssetting verlangt Kindern starke Anpassungsleistungen ab, die stresshaft sind und mit starken Emotionen einhergehen (Datler et al., 2012; Fürstaller et al., 2011; Klette & Killen, 2018). Basierend auf frühen Arbeiten u.a. von Laewen (1989) und Ziegenhain et al. (1998) gilt daher heute eine strukturierte elternbegleitete, bezugspersonenorientierte und abschiedsbewusste Eingewöhnungsphase als Qualitätsstandard (Laewen et al., 2003; Tietze & Viernickel, 2016; Viernickel et al., 2011). Sie zielt darauf ab, durch eine gestaffelte Erhöhung der Anwesenheitszeiten, den Aufbau von Vertrauen und einer bindungsähnlichen Beziehung zu mindestens einer pädagogischen Fachkraft und die Etablierung einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft mit den Eltern Stress zu reduzieren und das kindliche Wohlbefinden abzusichern. In der Fachliteratur werden eine Reihe von Merkmalen genannt, die erkennen lassen, dass eine Eingewöhnung erfolgreich abgeschlossen ist, u.a., wenn ein Kind beim Abschied nicht (mehr) weint, häufiger positive Emotionen zeigt, sich zunehmend an Gegenständen und Abläufen interessiert zeigt, in eine vertiefte Exploration findet und Kontakt zu anderen Kindern aufnimmt sowie sich aktiv an die pädagogische Fachkraft wendet, wenn es Hilfe, Unterstützung oder Trost benötigt (vgl. Bethke et al., 2009; Fürstaller et al., 2011; Viernickel, 2017). Diese Merkmale entsprechen in Teilen Dimensionen kindlichen Wohlbefindens, wie sie in der Fachliteratur beschrieben sind (Fattore, Mason & Watson 2012; Siraj, Kingston & Melhuish 2015); jedoch wurden Eingewöhnungsverläufe bisher noch nicht systematisch unter dieser Perspektive untersucht. Basierend auf der differenzierten Herleitung und Operationalisierung von bio-psycho-sozialen Dimensionen kindlichen Wohlbefindens im Rahmen eines Vorgängerprojekts der Antragstellerin (Dreyer et al., 2020; Viernickel et al., 2018) werden im Forschungsprojekt (1) eine wissenschaftlich basierte, an Merkmalen kindlichen Wohlbefindens orientierte Eingewöhnungsdokumentation für die Anwendung in der pädagogischen Praxis entwickelt, (2) das bio-psycho-soziale Wohlbefinden von Kindern innerhalb der ersten Monate in der Kita erfasst und beschrieben sowie (3) sowohl interindividuelle Unterschiede im Wohlbefinden als auch Veränderungen über die Zeit analysiert. Kongruent mit bisherigen Forschungsbefunden wird erwartet, dass (H1) das kindliche Wohlbefinden über die Messzeitpunkte hinweg im Mittel zunimmt und (H2) sich individuelle Muster von Eingewöhnungsverläufen nachzeichnen lassen.

Wissenschaftliche Weiterentwicklung des Selbstevaluationstools des Projekts "Kitas bewegen" der Bertelsmann Stiftung

Laufzeit: 01.07.2018 - 30.06.2019

Das Projekt „Kitas bewegen“ wurde 2006 von der Bertelsmann Stiftung initiiert, zunächst in den Bundesländern Berlin und Nordrhein-Westfalen erprobt, im Land Berlin stufenweise ausgebaut und 2011 in das Berliner Landesprogramm „Kitas bewegen“ überführt. Im Projekt „Kitas bewegen“ wurden u.a. ein Referenzrahmen der guten gesunden Kita sowie ein darauf basierendes Selbstevaluationstool (SEggK) für den Einsatz in Kindertageseinrichtungen entwickelt. Das Projekt dient a) der Weiterentwicklung des online-Selbstevaluationstools (SEggK) vor dem Hintergrund neuer wissenschaftlicher Entwicklungen und Erkenntnisse im Bereich der Frühpädagogik; b) der wissenschaftlichen Verarbeitung, Analyse und Aufbereitung der über das Selbstevaluationstool generierten Daten; c) dem Betrieb des Online-Portals www.ggk-befragung de, um Kindertageseinrichtungen die Nutzung des Onlinetools zu ermöglichen und weitere Daten zu generieren sowie d) der Weiterentwicklung und Überarbeitung des Referenzrahmens gute gesunde Kita als inhaltliche Grundlage des Selbstevaluationsinstruments.

Pädagogische Orientierung von Fachkräften in unterschiedlichen Gruppenformationen

Laufzeit: 01.04.2017 - 30.09.2018

In Ergänzung und Erweiterung einer empirischen Studie zum Wohlbefinden von Kleinkindern in Kindertageseinrichtungen mit unterschiedlichen Gruppenorganisationsformen stellt diese Untersuchung eine Ergänzungsstudie dar. Zusätzlich zu den in der Hauptstudie erhobenen individuellen (u.a. kindliches Temperament, Bindungsbeziehung zur päd. Fachkraft) und institutionellen Merkmalen (u.a. Gruppenorganisationsstrukturen, pädagogische Qualität) thematisieren wir pädagogische Orientierungen und Überzeugungen der pädagogischen Fachkräfte, die in den in die Untersuchung einbezogenen altersgemischten oder altershomogenen bzw. offenen und gruppenbezogenen Organisationskonzepten tätig sind. In insgesamt 30 Einzelinterviews werden 1. das persönliche Bild vom Kind und von kindlichen Bindungs- und Bildungsbedürfnissen, 2. das Bildungs- und Erziehungsverständnis und pädagogische Ziele und Grundwerte, 3. die Einstellung zu dem Konzept, nach dem in der Einrichtung gearbeitet wird, und zur institutionellen Betreuung sehr junger Kinder sowie 4. die Perspektive auf die Situation der ein- und zweijährigen Kinder im eigenen Verantwortungsbereich rekonstruiert. Damit wird das Ziel verfolgt, voneinander abgrenzbare, typische Orientierungsmuster pädagogischer Fachkräfte zu identifizieren und Zusammenhängen mit den unterschiedlichen Gruppenorganisationsformen bzw. ihrer qualitativen Ausgestaltung und dem Verhalten und Wohlbefinden der Zielkinder nachzugehen.

Bildung und Gesundheit in der Kindertagespflege (GuT)

Laufzeit: 01.01.2017 - 30.06.2019

Die Kindertagespflege ist ein etabliertes Angebot der Jugendhilfe und formal der Bildung, Erziehung und Betreuung in Kindertageseinrichtungen gleichwertig. Gleichzeitig weisen Historie, Rahmenbedingungen und Prozesse in der Kindertagespflege settingspezifische Besonderheiten auf. Das Projekt Gute gesunde Kindertagespflege (GuT) nimmt daher die aktuelle Situation der Kindertagespflege in Deutschland in den Blick. Es - beschreibt Rahmenbedingungen und Unterstützungsstrukturen - rekonstruiert pädagogische Einstellungen und Praktiken zu Bildungs- und Gesundheitsaspekten - identifiziert Ressourcen und Belastungen von Kindertagespflegepersonen - analysiert systemimmanente Kommunikations- und Beziehungsstrukturen. Unter Einsatz von standardisierten Fragebögen, Gruppendiskussionen und Expert/-inneninterviews werden Kindertagespflegepersonen, Fachberater/-innen und Weiterbildner/-innen sowie Eltern, deren Kinder in der Kindertagespflege betreut werden, zu ihrer Perspektive auf die Kindertagespflege befragt. Insgesamt werden über 2.500 Personen bundesweit einbezogen.

Das Forschungsprojekt zielt darauf, in Erfahrung zu bringen, wie die Mitarbeiter:innen und die Kinder in den Kitas die Teilnahme an Forschung erleben. Der Fokus liegt auf der Einhaltung der forschungsethischen Standards durch die Forscher:innen. Adressiert wird auch die Frage, welche Bedeutung die Forschungsteilnahme für die pädagogischen Fach- und Leitungskräfte trägt und welche kritischen Meinungen zur Forschung anhand der eigenen Erfahrungen kursieren.

Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung der Forschungspraxis sowie die Präzisierung der noch sehr allgemeinen Ethik-Standards auf die Besonderheiten der Institution Kita bzw. der Forschung mit pädagogischen Fach- und Leitungskräften, Kindern und deren Familien.

Forschung trifft Kita

Laufzeit: 01.09.2016 - 31.12.2020

Das Forschungsprojekt zielt darauf, in Erfahrung zu bringen, wie die Mitarbeiter:innen und die Kinder in den Kitas die Teilnahme an Forschung erleben. Der Fokus liegt auf der Einhaltung der forschungsethischen Standards durch die Forscher:innen. Adressiert wird auch die Frage, welche Bedeutung die Forschungsteilnahme für die pädagogischen Fach- und Leitungskräfte trägt und welche kritischen Meinungen zur Forschung anhand der eigenen Erfahrungen kursieren. Ziel des Projekts ist die Weiterentwicklung der Forschungspraxis sowie die Präzisierung der noch sehr allgemeinen Ethik-Standards auf die Besonderheiten der Institution Kita bzw. der Forschung mit pädagogischen Fach- und Leitungskräften, Kindern und deren Familien.

STIMTS - Stimulation oder Stress? Wohlbefinden von Kindern im zweiten und dritten Lebensjahr in Kindertageseinrichtungen

Laufzeit: 01.04.2016 - 31.03.2018

Das Forschungsprojekt - geleitet von Prof. Susanne Viernickel (Uni Leipzig) und Prof. Rahel Dreyer (ASH Berlin) verfolgte das Ziel, empirisch zu untersuchen, welche Bedingungen das Spiel-, Interaktions- und Bindungsverhalten sowie das emotionale Wohlbefinden von ein- und zweijährigen Kindern in Kindertagesbetreuung beeinflussen. Verhalten und Wohlbefinden sind Indikatoren dafür, ob sich ein Kind in der Kindertageseinrichtung emotional sicher fühlt und sich auf die vielfältigen Bildungsimpulse einlassen und von ihnen profitieren kann. Bei der Analyse der Bedingungsfaktoren wurde ein besonderer Fokus auf die Auswirkungen unterschiedlicher Gruppenorganisationskonzepte bzw. -konstellationen gelegt, die aktuell in Kindertageseinrichtungen zu finden sind (altershomogene vs. altersgemischte Gruppen, kleine Gruppen vs. offene Arbeit in größeren Gruppenstrukturen), da bisher noch nicht hinreichend wissenschaftlich unterlegt ist, welche Vor- und Nachteile diese unterschiedlichen Gruppenorganisationsformen für das kindliche Wohlbefinden und die kindliche Entwicklung insbesondere bei ein-und zweijährigen Kindern haben können. Für das Vorhaben wurden aus 35 Berliner Kindertageseinrichtungen jeweils zwei bis vier Zielkinder im Alter zwischen 13 und 35 Monaten ausgewählt. Die Erhebungen sind multimethodal und mehrperspektivisch angelegt: Schriftliche und mündliche Befragungen der Eltern und pädagogischen Fachkräfte wurden miteinander kombiniert, es erfolgten video- und feldgestützte Beobachtungen der Zielkinder, Dokumentenanalysen und die Messung physiologischer Parameter. Die Studie zielte darauf ab, ein wissenschaftlich fundiertes Erhebungsverfahren des subjektiven kindlichen Wohlbefindens zu entwickeln und auf Basis seiner Anwendung empirisch fundierte Erkenntnisse über diesbezügliche Stärken und Schwächen unterschiedlicher Gruppenorganisationskonzepte - unter Berücksichtigung möglicher weiterer Einflussvariablen (wie z.B. Alter, Persönlichkeitsmerkmale, Kita-Erfahrung und Bindungsstatus) – zu generieren und für träger- und einrichtungsseitige Entscheidungen nutzbar zu machen.