Ein neues Bildungsforumprogramm erwartet euch. Wir freuen uns auf einen bewegten Tag mit spannenden Themen und Begegnungen!

Dienstag, 12. November 2019
09:00 Uhr bis 17:00 Uhr
Campus Jahnallee

Unsere nächsten Termine werden hier und auf unserer Facebook-Seite und auf Instagram rechtzeitig bekannt gegeben.

Wenn du uns unterstützen willst, trag dich in unseren Moodle-Kurs ein: https://moodle2.uni-leipzig.de/course/view.php?id=1987

 

BiFo Logo ohne Infos

Tagesplan:

9.00    Willkommen, HS Süd
9.30    Workshops

12.00   Mittagspause - Zeit für Erholung, Austausch und Stärkung

13.00   Einführung Open Space
14.00   Open Space
16.00   Abschluss (17 Uhr)

 

Die Einschreibung zu den Workshops startet am Montag, 4. November, 9 Uhr, im Moodle-Kurs zum Bildungsforum.
Und das sind unsere Workshop-Themen für euch:

1) Service Learning - Konkrete Projektumsetzung innerhalb der Lehramtsausbildung und später in der Schule

Im Workshop wird das Konzept „Service Learning / Lernen durch Engagement“ für die Kontexte Schule und Hochschule vorgestellt. Es wird besonders auf Kriterien eingegangen, die Service Learning von anderen Praxiserfahrungen abgrenzen. Am Lehrstuhl für die Fachdidaktik Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales an der Universität Leipzig finden bereits Lehrveranstaltungen als Service Learning statt. Diese werden als best practise Beispiele vorgestellt. Daher eignet sich der Workshop sowohl für interessierte Anfänger*innen, die das Konzept Service Learning kennen lernen möchten, als auch für Menschen, die konkrete Ideen oder Praxiserfahrungen mitbringen, zu denen sie sich austauschen möchten.

Antje Goller, Universität Leipzig, Fachdidaktik Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales
Dr. Antje Wagner, Universität Leipzig, Fachdidaktik Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales

2) Sexuelle Orientierung und Geschlechtlichkeit als Thema in der Schule

Im Workshop soll es darum gehen, eine grundlegende Sensibilität für die Lebenssituationen von lesbischen, schwulen, bi- und asexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu erwerben. Dafür werden zum einen Methoden aus der Projektarbeit an Schulen vorgestellt und zum anderen Fallbeispiele besprochen, um Handlungssicherheit im Umgang mit homo- und transfeindlichen Situationen im schulischen Alltag zu vermitteln.

Der Workshop wird angeboten in Kooperation des Projektes Vielfalt Lehren! der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät mit dem RosaLinde Leipzig e.V.

Stefanie Krüger hat Diplomerziehungswissenschaft studiert, arbeitet seit 2013 im RosaLinde Leipzig e.V. und ist dort für die Bildungsarbeit mit den Schwerpunkten Erwachsenenbildung und Einzelkooperationen mit Schulen zuständig.

3) Gendergerechte Sprache

Sprache schafft Wirklichkeiten – auch im Kontext Universität und Schule. Im Workshop beschäftigen wir uns mit der Bedeutung von Sprache und Chancen und Herausforderungen eines diskriminierungsarmen Sprachgebrauchs. Neben kurzen Inputs liegt ein Schwerpunkt auf Übungen, Reflexionen und dem Bearbeitung von Beispielen aus der eigenen Lehrtätigkeit.

Hannah Becker studiert Soziale Arbeit in Merseburg und arbeitet an der Professur Schulpädagogik/Schulentwicklungsforschung der Universität Leipzig. Carolin Vierneisel arbeitet an der Professur Schulpädagogik/ Schulentwicklungsforschung der Universität Leipzig Vielfalt* im Kontext Schule.

4) Kita-Revolution (english friendly)

Kita Revolution? Was muss sich in Kitas ändern? ... Und wie können wir das erreichen? Beziehungsqualität, Betreuungsqualität, Einfühlsamkeit, Bildungsarbeit ... Wir wollen über Kitas ins Gespräch kommen, Wünsche und Visionen entwickeln, Prioritäten setzen und im Idealfall Ideen entwickeln, wie wir diese Ziele erreichen können.

5) Nachhaltige Entwicklung - „Schools4Future“ (english friendly)

Wie können wir sinnstiftende, nachhaltige und zukunftsorientierte Bildungsinhalte in den Schulalltag einbinden?

Mit dieser Frage beschäftigt sich Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE), ein von der UNESCO aufgestelltes Weltaktionsprogramm für die Einführung nachhaltiger Strukturen im Bildungskontext. Gemeinsam mit Euch wollen wir BNE genauer kennenlernen und anhand eines Unterrichtsbeispiels aufzeigen, wie das globale Bildungsprogramm in der Schulpraxis konkrete Anwendung finden kann. Wir freuen uns auf einen praxisorientierten und inspirierenden Austausch mit Euch!

Durchgeführt wird der Workshop von einer Kleingruppe der Stura AG Nachhaltige Uni, die an dem Ergänzungsmodul BNE von Mohio e.V. teilgenommen hat.

6) Benotungs-, Selektions- und Konkurrenzdruck in Bildungsstätten

Während unserer gesammten (Aus-)Bildung werden wir durch Zensuren bewertet. Doch inwiefern nützen diese pädagogischen Zielsetzungen? Wie bestimmen ständige Bewertungen das Selbstbild der SuS? Und inwiefern verstärken Zensuren gesellschaftliche Ungleichheiten? Über diese Fragen wollen wir ins Gespräch kommen und dabei auch alternative Formen der Bewertung hinterfragen.

7) Schule in der Demokratie - Demokratie in der Schule - Anspruch und Wirklichkeit

Schulen haben den Auftrag, jungen Menschen jene Mündigkeit sowie eine freiheitlich-demokratische Haltung zu vermitteln, die demokratische Gesellschaften idealerweise auszeichnen. Im Schulalltag rückt dieser Auftrag jedoch allzu oft in den Hintergrund. Nicht wenige Lehrer_innen ziehen sich aus der Verantwortung und delegieren die Aufgabe politischer Bildung an ihre Kolleg_innen in den gesellschaftswissenschaftlichen Fächern. Demokratie leben und lernen und somit die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Konflikten sind jedoch Aufgaben aller an Schule Beteiligten - nicht zuletzt angesichts globaler Umweltprobleme, sozialen Ungerechtigkeiten, politischem Populismus und antidemokratischer Polarisierung. Im Workshop wollen wir Lösungsansätze finden!

8) Verbeamtung von Lehrer*innen: Pro und Contra

Infolge des sog. Handlungsprogramm der Sächsischen Staatsregierung können sich Lehrer*innen seit dem 1. Januar 2019 verbeamten lassen. Das Ziel ist klar: Der Mangel an Lehrkräften soll damit entgegengetreten werden. Doch ist die Verbeamtung tatsächlich attraktiv? Welche Hürden sind zu nehmen? Und wie sinnvoll ist diese Maßnahme insgesamt? In dem Workshop schauen wir uns eine Reihe von Fakten (insbesondere im Vergleich mit Tarifbeschäftigten) sowie bisherige Erfahrungswerte an. Dabei stehen eure Fragen im Zentrum. Darüber hinaus wird die Diskussion auf zwei Ebenen geführt: 1. Würde ich mich als Lehrer*in verbeamten lassen? 2. Was bedeutet die Verbeamtung gesellschaftlich und bildungspolitisch?

Burkhard Naumann ist seit rund 10 Jahren ehrenamtlich in der Bildungsgewerkschaft GEW (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) aktiv und seit November 2018 Referent für Tarif- und Beamtenpolitik bei der GEW Sachsen. Er berät beinahe täglich Lehrer*innen im Vorbereitungsdienst bzw. im Schuldienst, die sich verbeamten ließen oder dies vorhaben. Die GEW Sachsen lehnt die Verbeamtung in Sachsen grundsätzlich ab. Doch da die Entscheidung politisch gefallen ist, vertritt sie selbstverständlich alle Kolleg*innen. Es gibt - neben der besseren Bezahlung - durchaus gute Gründe für eine Verbeamtung. Doch teilweise sind die Hoffnungen auch zu groß oder schlicht falsch. Daher lohnt sich ein differenzierter Blick.

9) Arbeitsorientierte Bildung (AOB): Gegenstand und Perspektiven

Der Workshop thematisiert den beruflichen Übergang und die Berufsorientierung in der Förderpädagogik. Zunächst sollen Erfahrungen der Teilnehmer*innen zur Berufsorientierung im Unterricht gesammelt und in Gruppen reflektiert werden. Es folgen Kurzbeiträge über Akteur*innen und Angebote, die den Übergang Schule-Beruf und von der Werkstatt für behinderte Menschen zur regulären Beschäftigung unterstützen. Schließlich werden Ideen zur Verbesserung der Arbeitsorientierung im Unterricht entwickelt und diskutiert. Im Ergebnis soll der Workshop Perspektiven guter arbeitsorientierter Bildung aufzeigen.

Enrico Schöbel ist promovierter Volkswirt und LfbA im Lehramtsfach Wirtschaft-Technik-Haushalt/Soziales (WTH). Seine Forschung und Lehre haben die Schwerpunkte: Wirtschaft, Gesellschaft, Staatsfinanzen, Sozialpolitik, arbeitsmarktpolitische Instrumente und Berufsorientierung. Aktuell beteiligt er sich an der länderübergreifenden Weiterentwicklung des Kernkurrikulums der „Arbeitslehre“ bzw. des Lernfeldes „Arbeitsorientierte Bildung“.

10) Ein Schritt hin zur inklusiveren Hochschule - QuaBiS

Du fragst dich was in der Erziehungswissenschaft so los ist – außerhalb von Seminaren und Vorlesungen? Hast du Lust etwas über die Entwicklung hin zu inklusiverer Lehre an der Uni Leipzig zu erfahren und mit deiner Perspektive etwas zu dieser Entwicklung beizutragen? In unserem Workshop möchten wir mit euch über das Projekt "Qualifizierung von Bildungsfachkräften in Sachsen (QuaBiS)" ins Gespräch kommen. Wir möchten gern kurz unsere Arbeit und Ziele vorstellen, um dann vor allem mit euch ins Gespräch zu kommen. Dabei sollen vordergründig erste Erfahrungen seit Qualifizierungsstart thematisiert und diskutiert werden. Das Ziel ist, den Blick von Studierenden und Lehrenden auf die Chancen und Herausforderungen neuer Lehr-/Lernformate an der Hochschule kennenzulernen und gemeinsam über mögliche Formen der Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderungserfahrungen nachzudenken.

Der Workshop wird von Mitwirkenden des Projekts „Qualifizierung von Bildungsfachkräften in Sachsen (QuaBiS) geleitet. Im Rahmen von QuaBiS werden seit Mai 2019 sechs Menschen mit so genannter geistiger Behinderung an unserer Hochschule zum Team des Instituts für Förderpädagogik gehören und hier zu Bildungsfachkräften ausgebildet, um als Lehrende an der Universität Leipzig tätig zu sein und das Studium um die Perspektive von Menschen mit Behinderungserfahrungen zu erweitern.

11) Zirkuspädagogik

Das Klassenzimmer als Bühne und der Lehrer als Clown. In diesem Schnupperworkshop werden wir der Frage nachgehen, was ein/e Lehrer*in und ein/e Clown/in gemeinsam haben. Mittels zirkus- und theaterpädagogischer Übungen werden euch Parallelen sichtbar und vor allen Dingen spürbar. Ihr werdet erste Schritte auf die Bühne gehen und Grundeigenschaften des Clowns kennenlernen. Damit bereitet ihr eure vielen nächsten Schritte in die Klassenzimmer vor, selbstbewusst, authentisch und mit dem Wissen, dass jeder auch mal scheitern darf ...

12) Soziokratie

Kann das Organisationsmodell der Soziokratie eine 'Weiterentwicklung der Basisdemokratie' sein? Und wie lassen sich die soziokratischen Grundprinzipien im Schulalltag integrieren, sodass sich alle als beteiligt fühlen, auch leise Stimmen Gehör finden und getroffene Entscheidungen von allen (!) mitgetragen werden? Im Workshop soll dies nach einem kurzen theoretischen Input anhand eines Spieles praktisch erfahrbar werden - mit anschließendem Raum für Austausch über die gewonnen Eindrücke.

13) Forschungsethische Grundprinzipien (english friendly)

„Im Rahmen von schulbezogener Forschung gerät nicht in wenigen Fällen aus dem Blick, was die Probanden und Probandinnen, also Kinder und Heranwachsende selbst betrifft – ihr Recht auf das eigene Wort, auf Vertraulichkeit und letztendlich auf Unversehrtheit ihrer Person und dem, was sie preisgeben.“ (Trautmann, 2018, S.105) Der Workshop thematisiert forschungsethische Fragen, wobei die Teilnehmenden anhand praktischer Anwendungsbeispiele aufgefordert werden, über Möglichkeiten, Grenzen und Gefahren von Forschung im schulischen Kontext zu reflektieren und zu diskutieren.

Mandy Klatt und Dr. Gregor Kachel
Als Entwicklungspsychologe beschäftigte sich Gregor bisher vor allem mit selektivem, sozialen Lernen, Peer Interaktionen und gestischer Kommunikation. Seit Juni ist er Post-Doc in der Arbeitsgruppe Empirische Schul- und Unterrichtsforschung. Er kennt die Arbeitsabläufe des Child Lab im MPI EVA sowie der FH Potsdam und forschte bereits zum Thema Klassenführung. Mandy studierte an der Universität Leipzig Deutsch und Französisch für Höheres Lehramt an Gymnasien (1. Staatsexamen 2018). Nach dem Studium arbeitete sie als Lehrerin für Deutsch als Fremdsprache in Frankreich (Sekundarstufe I + II). Seit dem 1. Oktober ist sie Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Arbeitsgruppe Empirische Schul- und Unterrichtsforschung mit Aussicht auf eine Promotion.


Das war das Bildungsforum 4.0 im Jahr 2018

Header Bildungsforum 2018

Gruppenbild Bildungsforum 4.0

Vielen Dank an alle, die das Bildungsforum 4.0 mitgestaltet haben!

Ergebnissicherung Workshops, Zukunftswerkstatt und World Café


Benotungs-, Selektions- und Konkurrenzdruck in Bildungsstätten

Während unserer gesamten (Aus-)bildung werden wir durch Noten bewertet. Doch inwiefern nützen diese pädagogischen Zielsetzungen? Wie bestimmt eine ständige Bewertung unser Selbstbild? Und inwiefern verstärken Noten gesellschaftliche Ungleichheiten und tragen zur Leistungsgesellschaft bei? Über diese Fragen wollen wir ins Gespräch kommen und mögliche Alternativen finden, um nachhaltiges Lernen zu fördern.

Dido Dimitroff und Josua Reimers sind Lehramtsstudent*innen an der Universität Leipzig und bei den kritischen Lehrer*innen Leipzig aktiv. Im Rahmen des letztjährigen Bildungsforums (Tag der Lehre) haben sie sich thematisch mit Benotungs-, Selektions- und Konkurrenzdruck in Bildungsstätten auseinandergesetzt und durch weitere Workshoperfahrungen tiefgreifende Einblicke in die Thematik gewonnen.


Sexuelle Orientierung und Geschlechtlichkeit als Thema in der Schule

Im Workshop soll es darum gehen, eine grundlegende Sensibilität für die Lebenssituationen von lesbischen, schwulen, bi- und asexuellen sowie trans- und intergeschlechtlichen Menschen zu erwerben. Dafür werden zum einen Methoden aus der Projektarbeit an Schulen vorgestellt und zum anderen Fallbeispiele besprochen, um Handlungssicherheit im Umgang mit homo- und transfeindlichen Situationen im schulischen Alltag zu vermitteln.

Der Workshop wird angeboten in Kooperation des Projektes Vielfalt Lehren! der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät mit dem RosaLinde Leipzig e.V.

Stefanie Krüger hat Diplomerziehungswissenschaft studiert, arbeitet seit 2013 im RosaLinde Leipzig e.V. und ist dort für die Bildungsarbeit mit den Schwerpunkten Erwachsenenbildung und Einzelkooperationen mit Schulen zuständig.


Einblick in die Zirkuspädagogik

Zirkus ist bunt, schillernd, atemberaubend, überraschend, lustig, gefährlich. Zirkus trägt in eine andere Welt. Wie dieser Raum für Kinder und Jugendliche geöffnet werden kann, um mit ihnen zu lernen, soll Bestandteil des Workshops sein. Dazu möchte ich ein paar meiner zahlreichen Eindrücke von zirkuspädagogischen Arbeitsweisen teilen, aber vor allem mit euch darüber reden, welche Rolle das spielerische Lernen, die Bühne oder die Arbeit auf Augenhöhe spielen und wie Begeisterung und Kreativität auch in der Schule Platz finden können.

Luisa Heinrich hat einen Freiwilligendienst im Jenaer Zirkus „MoMoLo“ gemacht und viele Aspekte der freien, kreativen und wertvollen Zirkusarbeit kennengelernt. Sie möchte gerne ihre Erfahrungen der zirkuspädagogischen Arbeit mit euch teilen.


Intergenerationale Bildungsungerechtigkeiten

Die Chancen auf Bildung für Kinder und Jugendliche in Deutschland sind ungleich. Sie hängen stark von ihrer familiären Herkunft ab. Worin bestehen diese Ungleichheiten? Wodurch werden sie verstärkt? Welche Lösungsmöglichkeiten gibt es? Der Workshop soll ein grundlegendes Verständnis über Bildungsungerechtigkeiten und deren Komplexität schaffen. Mithilfe eigener Erfahrungen hoffen wir Ideallösungen zu erarbeiten und individuelle Handlungsspielräume zur Beseitigung von intergenerationalen Bildungsungerechtigkeiten zu erschließen.

Nico Max Lindenberg ist Dozent an der Universität Leipzig im Bereich der Schulpädagogik unter besonderer Berücksichtigung von Schulentwicklungsforschung. Er hat im Rahmen dieser Tätigkeit und der Durchführung einer Ringvorlesung ein breites Wissen zu empirischen Erkenntnissen zur Chancengleichheit erworben und freut sich darauf, dieses Wissen mit euch zu teilen und Handlungsempfehlungen zu erarbeiten. Albrecht Heda ist Student der Universität Leipzig und wird ihn dabei unterstützen.


Eine kritische Beobachtung unterschiedlicher Schulkonzepte in der Praxis

Wie schaffen wir es unser heutiges Bildungssystem zu demokratisieren? Wie machen wir die Schule zu einem Ort, in dem sich jede*r willkommen fühlt? Wie leben wir Inklusion? All diese Fragen kamen uns zu kurz in unserem Studium. Deswegen haben wir uns zwei Wochen auf die Reise begeben durch Deutschland um an verschiedenen Schulen zu hospitieren und zu erfahren, wie gute Schule im Alltag funktioniert und welchen Hürden alternative Schulkonzepte in der Praxis begegnen. Von unseren Erfahrungen wollen wir berichten und mit euch darüber ins Gespräch kommen.

Lea Knoff, Lina Lorenz und Swantje Treimer sind Lehramtsstudent*innen an der Universität Leipzig und teilweise bei den kritischen Lehrer*innen Leipzig aktiv. Sie haben gemeinsam mit anderen Studierenden im Sommer eine Bustour zu Bildungseinrichtungen mit unterschiedlichen Schulkonzepten gemacht und möchte gerne ihre Erfahrungen mit euch teilen und gemeinsam reflektieren.


Lehre(nde) im Fokus - kritische Reflexion der Fallarbeit im BiWi_1_Modul

Wir laden euch ein, Ideen für die Weiterentwicklung der Lehrer*innenbildung zu diskutieren. Der Workshop wird von der Idee getragen, Studierende und Dozierende über die Chancen und Grenzen fallbasierter Seminargestaltung innerhalb der Lehrer*innenbildung ins Gespräch zu bringen und gemeinsam Perspektiven zu eröffnen, wie das BiWi_1_Modul für Studierende einen noch höheren Mehrwert schaffen kann.

Für eine zielorientierte Reflexion der bildungswissenschaftlichen Lehre wird der Workshop von Co-Beitragenden Studierenden und Lehrkräften des BiWi_1_Moduls gehalten. Karla Spendrin und Ariane Hinneburg arbeiten am Institut für Bildungswissenschaften und sind dort als Lehrende im BiWi_1_Modul tätig.


Nutzen von Theorie und Praxisangeboten in der Lehrer*innenbildung

Über Theorie und Praxis in der Lehrer*innenbildung wird traditionell viel diskutiert, meist mit dem gemeinsamen Anliegen, den Praxisanteil zu erhöhen, um gut vorbereitet ins Berufsfeld einsteigen zu können. Die damit verbundenen Reformen scheinen allerdings oft nicht wie gewünscht zu gelingen. In der Diskussion wird m.E. häufig vernachlässigt, nachzufragen, was von den Beteiligten mit "Theorie" und "Praxis" gemeint ist, ebenso wie die Arbeit an einem gemeinsamen Sprachverständnis. Ich möchte in meinem Workshop genau diese Diskussion führen und gemeinsam mit den Workshopteilnehmenden Wege in eine konstruktive Debatte mit den Akteuren der Lehrer*innenbildung finden - mit dem Ziel einer höheren Zufriedenheit mit Theorie- und Praxisanteilen insbesondere bei den angehenden Lehrkräften.

Dr. Romy Schneider ist Psychologin und seit März 2008 akademische Mitarbeiterin in der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät. Sie hat sich im Rahmen Ihrer Dissertation intensiv mit dem Lehramtsstudium an der Universität Leipzig auseinandergesetzt und dabei besonders die Vorstellungen der Studierenden zu ihrem Studium in den Fokus genommen.


Ein Schritt hin zur inklusiveren Hochschule - QuaBiS

Du fragst dich was in der Erziehungswissenschaft so los ist – außerhalb von Seminaren und Vorlesungen? Hast du Lust etwas über die Entwicklung hin zu inklusiverer Lehre an der Uni Leipzig zu erfahren und mit deiner Perspektive etwas zu dieser Entwicklung beizutragen? In unserem Workshop möchten wir mit euch über das Projekt "Qualifizierung von Bildungsfachkräften in Sachsen (QuaBiS)" ins Gespräch kommen.

Wir möchten gern kurz unsere Arbeit und Ziele vorstellen, um dann vor allem mit euch ins Gespräch zu kommen. Um die Bildungsfachkräfte gut in den universitären Alltag zu integrieren, ist es uns wichtig, eure Perspektiven zu erfahren und uns hierfür zu verschiedenen Themen auszutauschen. Das Ziel ist, den Blick von Studierenden und Lehrenden auf die Chancen und Herausforderungen neuer Lehr-/Lernformate an der Hochschule kennenzulernen und gemeinsam über mögliche Formen der Zusammenarbeit von Menschen mit und ohne Behinderungserfahrungen nachzudenken.

Der Workshop wird von Mitwirkenden des Projekts „Qualifizierung von Bildungsfachkräften in Sachsen (QuaBiS) geleitet. Im Rahmen von QuaBiS werden ab Februar 2019 sechs Menschen mit so genannter geistiger Behinderung an unserer Hochschule zum Team des Instituts für Förderpädagogik gehören und hier zu Bildungsfachkräften ausgebildet, um als Lehrende an der Universität Leipzig tätig zu sein und das Studium um die Perspektive von Menschen mit Behinderungserfahrungen zu erweitern.


Politische Bildungsarbeit – Einblicke in Inhalte und Methode

Einige der vom Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) in Schulen praktisch durchgeführten Methoden sollen im Workshop ausprobiert werden. Thematische Schwerpunkte liegen dabei auf antirassistischer Bildungsarbeit, Ideologien der Ungleichwertigkeit sowie dem Anregen zu couragiertem Handeln. Zudem werden die Angebote des NDC und deren Kooperationspartner*innen vorgestellt.

Der Workshop wird von ehrenamtlichen Teamer*innen des NDC geleitet. Das Netzwerk für Demokratie und Courage/die Courage-Werkstatt für demokratische Bildungsarbeit e.V. in Sachsen ist Träger von außerschulischer politischer Bildungsarbeit und setzt sich hauptsächlich für Projekttage und Workshops in allen weiterführenden Schulen ein.


Demokratie (er)leben im Klassenrat

Im Klassenrat üben die Schülerinnen und Schüler von klein auf demokratisch zu handeln: In der Gruppe diskutieren sie ihre Anliegen und lösen Probleme, akzeptieren Mehrheitsmeinungen und achten Minderheiten. Sie erleben, wie Diskussions- und Entscheidungsprozesse funktionieren. So lernen die Schülerinnen und Schüler im geschützten Rahmen des Klassenrats selbst Demokratie zu gestalten: Er wird zur Basis der Demokratiepädagogik in der Schule. Mit diesem Konzept wird sich der Workshop beschäftigen und eine Simulation gestalten.

Martina Bártova und Veit Polowy werden den Workshop leiten. Martina Bártova ist über die Initiative Bildung in Zukunft e.V. (IBiZ) viel im Klassenrat-Projekt aktiv. Veit Polowy ist Mitarbeiter am ZLS und gibt Lehrveranstaltungen zu Demokratischer Schulkultur und Demokratiepädagogik. Darüber hinaus ist er ehrenamtlich bei der Initiative Bildung in Zukunft (IBiZ) tätig. Die Initiative Bildung in Zukunft e.V. ist eine Vereinigung für demokratische und partizipatorische Bildung.


Geschlecht und Sprache

Sprache ist ein Mittel der Kommunikation. Wir versuchen uns mitzuteilen, die Bilder in unserem Kopf so zu übersetzen, dass andere sie nachempfinden können. Sprache gestaltet dabei die Realitäten, die sie zu beschreiben versucht. Die deutsche Sprache gestaltet dies an vielen Stellen geschlechtlich, meistens männlich. 

Selbst wenn das Bild in meinem Kopf gar nicht männlich oder gar nicht geschlechtlich ist, versteht mein Gegenüber den Feuerwehrmann vielleicht als FeuerwehrMANN.

Im Workshop gebe ich einen Überblick über die Vergeschlechtlichung der deutschen Sprache und damit verbundene (Auf- und Ab-)Wertungen sowie Un-/Sichtbarmachungen. Anschließend überlegen wir gemeinsam, wie wir die Sprache "hacken" können, sie uns kreativ so zu eigen machen können, dass wir die Bilder in unseren Köpfen besser ausdrücken können. 

Den Duden könnt ihr dabei getrost zu Hause lassen, denn ich verstehe Sprache als lebendiges Werkzeug, das immer so "richtig" ist, wie es von den Leuten gebraucht wird, die es sich zu eigen machen. Um über den Tellerrand der Zweigeschlechtlichkeit hinaus zu schauen, möchte ich euch zum Abschluss noch ein wissenschaftliches Paper von Dean Spade (Prof @Seattle University School of Law/UCLA/Harvard Law School) vorstellen, in dem es um die Zugänglichkeit der Uni und Schule für transgeschlechtliche Personen geht und um die Frage, wie wir über Geschlecht und Körper reden (wollen).

Tija Uhlig hat Rechtswissenschaften und Sprechwissenschaften studiert, kann das mit dem Studieren nicht lassen und studiert derzeit Gender Studies - Intersectionality and Change in Linköping (Schweden). Tija ist Wissenschaftler_in, Schauspieler_in, Therapeut_in in Ausbildung, Journalist_in und Trans*aktivist_in.


Lernstrategien

Das übliche Lernen – an Hand von Skripten, einsam zu Hause oder in Bibliotheken ist zäh und eintönig! Alternativen zum starren Pauken sind weitestgehend unbekannt. Und so schwindet die Motivation bereits zu Beginn und es fehlt die Energie, um die Herausforderung konsequent und kontinuierlich anzugehen. Die Folge sind Hektik, Hilflosigkeit, mitunter sogar Panik.

In dieser Veranstaltung stellen wir Lerntechniken vor, die im Schulalltag kaum vermittelt werden. Wir erklären punktuell die Funktionsweise des Gehirns und erläutern unterschiedliche Lernpraktiken, mit denen sich die Studierenden kontinuierlich und mit Leichtigkeit auf die Prüfungen vorbereiten können.

Christopher (Chris) Klatt ist seit sechs Jahren als Trainer für Personal- und Teamentwicklung bei der coach-connection GmbH & Co.KG und Team Marco Fehl aktiv. In seinen Weiterbildungen, mit Schwerpunkten auf Kommunikation & Motivation bietet er insbesondere jungen Menschen - mit viel Begeisterung und Tiefgang - neue Impulse für die persönliche Weiterentwicklung. Dies tut er u.a. als Referent an der Universität und am Universitäts-Klinikum Leipzig sowie als Dozent an der Berufsakademie Sachsen.


Soziokratie/Demokratie leben in der Pädagog*innen Bildung

Im Seminar "Menschenrechtsbasierte Bildung im internationalen Diskurs ein deutsch-israelisches Kooperationsprojekt" an der Universität Halle entscheiden die Teilnehmer*innen im Konsenz über die Inhalte sowie die Organisation der Seminareinheiten. Leistungs- und Zeitdruck, vorgegebene Inhalte, „Belehrernde“, gibt es nicht. Neben dem Kennenlernen menschenrechtsbasierter Bildungskonzepte in Deutschland und Israel möchten wir soziokratische/demokratische Seminarstrukturen leben und partizipativ (be-)forschen. In dem Workshop möchten wir euch einen kleinen Einblick in unsere Arbeit geben und anschließend gemeinsam den Fragen nachgehen, wie kann Pädagog*innenbildung demokratisch gelebt werden und welche universitären Strukturen müssen dafür verändert werden.

Im Rahmen des Studienbegleitprogramms an der Fakultät für Erziehungswissenschaften der Martin-Luther-Universität Halle haben Lehrende und Studierende im Wintersemester 2017/18 gemeinsam ein Seminar mit dem Titel „Menschenrechtsbasierte Bildung im internationalen Diskurs“ ins Leben gerufen. Das Seminar ist selbstbestimmt, partizipatorisch und basisdemokratisch gestaltet. Den Workshop werden Teilnehmer*innen des Seminars halten.


Zuletzt aktualisiert: Dienstag, 05. November 2019 11:57