Das Tagespraktikum im Kernfach (semesterbegleitendes Praktikum SPS III, auch als SPÜ III bezeichnet) findet in der Regel im 6. Semester statt. (Ausnahmen bilden die Kernfächer Ethik, Sorbisch und Sport, wo es bereits im 4. Semester stattfindet.)
Im Praktikumsportal wird zwischen SPS II und III nicht unterschieden - hier können die SPS III also auch als SPS II ausgewiesen sein.

Lehrer an einem Tisch mit zwei Grundschulkindern
Foto: Colourbox

Ablauf

  • Wöchentlich besuchen Sie in einer Gruppe von ca. 4-5 Studierenden an einem Tag Ihre Tagespraktikumsschule.
  • In Ihrer Tagespraktikumsklasse gestalten Sie zwei Stunden bzw. einen Block Unterricht im Kernfach.
  • Anschließend werten Sie den Unterricht mit ihrem Mentor oder mit diesem und einem Betreuer des Instituts für Pädagogik und Didaktik im Elementar- und Primarbereich (Mathematik, Deutsch, Englisch) bzw. andererer Einrichtungen der Universität Leipzig (Sport, Kunst, Ethik, Evangelische Religion, Sorbisch) bzw. der HMT (Musik) aus, reflektieren und ziehen Schlussfolgerungen und bereiten den Unterricht für die nächste Woche vor.
  • Die Präsenzzeit in der Schule und die Begleitseminare sind in den jeweiligen Modulbeschreibungen ausgewiesen.
  • Es erfolgt keine erneute Praktikumsplatzvergabe für Studierende mit den Kernfächern Mathematik, Deutsch, Englisch und Musik. Es wird angestrebt, dass die Praktikumsgruppen aus dem 5. Semester an ihrer Schule, bei Ihrem Mentor bzw. ihrer Mentorin und [in den Fächern Mathematik und Deutsch] in ihrer Klasse verbleiben. Immer ist dies leider nicht möglich; in diesem Fall werden Sie als Gruppe "umgesetzt".

Die Einschreibung für die Praktikumsplätze an Schulen in Leipzig und Umgebung findet für die Kernfächer Sport, Ethik (4. Semester), Evangelische Religion und Kunst (6. Semester) über das Praktikumsportal statt. Für die Kernfächer Deutsch, Mathematik, Englisch und Musik (6. Semester) erfolgt keine erneute Einschreibung - Sie bleiben in den Gruppen und Schulen wie im Tagespraktkum SPS II. Im Kernfach Sorbisch findet das Tagespraktikum an Schulen in der Lausitz statt.

Die Teilnahmepflicht gilt ebenso wie beim Tagespraktikum SPS II. Ausnahmen in den Kernfächern Deutsch, Mathematik und Englisch können beantragt werden:
 Kontaktaufnahme (Anfragen zu Schulpraktika)

Kernfach-Module, die das Tagespraktikum SPS III enthalten

  • Deutsch: 05-KFD-SPSDEU
  • Englisch: 05-GSD-EN02
  • Evangelische Religion: 01-REL-ST062
  • Ethik: 06-003-404 (Beginn im 3. Semester!)
  • Kunst: 03-KUN-GS07
  • Mathematik: 05-KFD-SPSMATH
  • Musik: 31-MUS-5039
  • Sorbisch: 04-033-1104 (im 4. Semester!)
  • Sport: 08-008-0006 (Beginn im 3. Semester!)

Hinweise zu den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik

Anregungen für Unterrichtsversuche in den einzelnen Lernbereichen
(Terminologie gemäß sächsischem Lehrplan 2004/2009)

Schriftspracherwerb (Klassenstufen 1 und 2)

  • Spiele und Übungen zur phonologischen Bewusstheit,
  • Einführung ausgewählter Laut-Buchstaben-Beziehungen,
  • Übungen zur Orientierung auf der (An-)Lauttabelle,
  • Schaffen sinnvoller Lese- und Schreibanlässe,
  • Leseübungen zum Auf- und Ausbau basaler Lesefertigkeiten,
  • Übungen zur Steigerung der Lesegeläufigkeit/Leseflüssigkeit,
  • (Hand-)Schreibübungen im Rahmen des Schreibschriftlehrgangs.

Sprechen und Zuhören

  • Übungen und Aufgaben zum „Vor und zu anderen sprechen“ (z. B. kleine Vorträge/ Präsentationen zu ausgewählten Themen erarbeiten)
  • Schaffen von Rede- und Gesprächsanlässen, die bestimmte sprachliche Handlungsmuster ins Zentrum stellen (z. B. das Erzählen, Anleiten, Beschreiben, Erklären etc.),
  • Übungen zum aktiven Zuhören, Aufgaben zum Hörverstehen mündlicher Texte,
  • Analyse von Video- und Tonaufnahmen.

Für sich und andere schreiben

  • Erproben verschiedenartiger (kommunikativer, personal-kreativer, produktiver und funktionaler) Schreibaufgaben,
  • Bereitstellen von Schreibanregungen für das freie Schreiben,
  • Aufgaben zu ausgewählten Teilprozessen des Schreibens (v.a. zum Planen und Überarbeiten von Texten), Erarbeiten grundlegender Arbeitstechniken und Operationen des Überarbeitens,
  • Überarbeiten von selbst verfassten Texten mithilfe von Peer-Feedback-Verfahren (Schreibkonferenz, Textlupe u.a.).

Richtig schreiben

  • Untersuchen ausgewählter Regularitäten der deutschen Orthographie (Konsonantgraphemverdopplung, Silben-h, Umlautschreibung, etc.),
  • Übungen zu ausgewählten Merkschreibungen (Dehnungs-h, <V>-Wörter, Vokal-graphemverdopplung etc.),
  • Einführung in die Nutzung des Wörterbuchs.

Lesen/Mit Medien umgehen

  • Lesestrategien einführen und an geeigneten (Sach-)Texten anwenden,
  • handlungs- und produktionsorientierte Formen des Umgangs mit literarischen Texten erproben (z. B. szenisches Interpretieren, Weiter- und Umschreiben von Texten etc.),
  • ein Literarisches Unterrichtsgespräch zu einem geeigneten literarischen Text führen,
  • verschiedene mediale Erscheinungsformen von Literatur nutzen (Printtexte, Hörmedien, Filme etc.).

Sprache untersuchen

  • die innere und äußere Mehrsprachigkeit der Klasse für systematische Sprachvergleiche nutzen,
  • mithilfe operationaler Verfahren („Glinz’sche Proben“) Sprache untersuchen und grundlegende grammatische Begriffe entwickeln,
  • „Forscherwerkstätten“ zu ausgewählten sprachlichen Phänomenen vorbereiten,
  • Sprachspiele als Ausgangspunkt für sprachliche Entdeckungen heranziehen.

Here is a checklist of things to look out for and evaluate/reflect on when you teach or observe English lessons:

Lesson sequence

  • Opening, including the transition from previous activities (break, other lesson etc.) to English
  • Closing – Is there a link back to the opening?
  • Transitions between phases/tasks – smooth and successful? clear to students?
  • Variation and suitability of social forms

Classroom procedures and management

  • Clarity of instructions and explanations given, scaffolding techniques to aid comprehension
  • Creation of opportunities for learner output, including scaffolding techniques for language production
  • Variety of skills addressed
  • Variety of activities / addressing different learner types
  • Timing & time management
  • Flexibility in reacting to the situation
  • Handling of discipline issues
  • student involvement (who participated/who was left out, strategies to include everyone etc.)
  • Checking of student comprehension, progress and success
  • Feedback-giving (praising and encouraging, but also error correction)

Teacher language

  • Correctness (grammar, pronunciation, lexis)
  • Suitability for learner level, including linguistic flexibility and ability to rephrase
  • Speed and volume
  • Body language / facial expressions
  • Minimum L1 use – effectiveness of strategies for establishing a monolingual classroom; classroom phrases, scaffolding techniques to aid comprehension

Materials & media

  • Suitability / appropriateness
  • Variation

Die folgenden Hinweise sind einerseits als mögliche Schwerpunkte für Ihre Unterrichts-beobachtungen und -dokumentationen (z.B. mittels eines zuvor erstellten Leitfadens), andererseits aber auch als Anregungen für Ihre Unterrichtsversuche in den verschiedenen Lernbereichen zu verstehen.

Allgemeine Aufgaben

1. Welche Lehr- und Lernmaterialien (insbesondere Schulbücher, Anschauungs- und Arbeitsmittel, audiovisuelle Medien) kommen an Ihrer Praktikumsschule im Mathema-tikunterricht zum Einsatz?
2. Sammeln Sie Beispiele von Aufgaben, in denen die Verbindung und das Zusammenwirken der einzelnen Lernbereiche (Arithmetik, Geometrie, Größen, Sachaufgaben) wirkungsvoll zum Ausdruck kommen.
3. Welche Besonderheiten des mathematischen Anfangsunterrichts können Sie beobachten? Wie wird den Altersbesonderheiten der Schulanfänger und den Anforderungen beim Lernen mathematischer Inhalte Rechnung getragen?
4. Inwieweit werden in der pränumerischen Phase Formenlehre und Formenzeichnen veranlagt?

Besondere Aufgaben für die einzelnen Lernbereiche

Arithmetik
1. Inwiefern wird der Erfahrungsraum der Schüler bei einem umweltbezogenen und anwendungsorientierten Lernen im Erstrechenunterricht berücksichtigt?
2. Wie gelingt es, bei den Schülern ein Verständnis der Zahlaspekte und Einsichten in den Zahlenraum zu entwickeln (Beispiele)?
3. Mit Hilfe welcher Materialien und Darstellungen werden die Rechenoperationen erarbeitet? Welche Handlungserfahrungen und Vorstellungen aus Sachsituationen werden dabei genutzt?
4. Wie werden die Grundaufgaben unter Nutzung vielfältiger Übungsformen erarbeitet?
5. Wie werden entsprechende Zahlvorstellungen bei der Erweiterung des Zahlenrau¬mes in Klasse 3 und 4 erworben und die schriftlichen Verfahren der Addition, Subtrak¬tion, Multiplikation und Division erarbeitet und geübt?

Größen und Sachaufgaben
1. Beobachten Sie, welche Größen im Mathematikunterricht benutzt werden und welche Schwierigkeiten Schüler im Umgang mit ihnen haben.
2. Halten Sie fest, welche Bedeutung in diesem Lernbereich dem Vergleichen von Größen (Abschätzen, Experimentieren, Berechnen) zukommt.
3. Welche Übungen mit fachübergreifendem Bezug zum Sachunterricht dienen dazu, frühzeitig Erfahrungen in den Größenbereichen zu sammeln?
4. Wie wird an den schwierigen Inhaltsbereich „Sachaufgaben“ herangegangen, um Misserfolge und Frustrationen bei den Schülern abzubauen?
5. Sammeln Sie Beispiele von Sachaufgaben, die der kindlichen Erfahrungswelt entstammen und Interesse bei den Schülern wecken!
6. Welche Rechengeschichten und Sachaufgaben werden von den Schülern selbst gefunden und formuliert? Welche motivierende Funktion kommt dem zu?
7. Beschreiben Sie die im Mathematikunterricht verwendeten verschiedenen Formen von Sachrechenaufgaben. Versuchen Sie, dabei eine Systematik zu entwickeln. Wie werden Verfahren zur Lösung von Sachrechenaufgaben erarbeitet?

Geometrie
1. Vergleichen Sie die Gestaltung des Geometrieunterrichts mit den Unterrichtsformen in den anderen mathematischen Lernbereichen. Welche Besonderheiten fallen Ihnen auf?
2. Beobachten Sie und halten Sie fest, an welchen Stellen der Geometrieunterricht Beiträge zur Raumanschauung und Umwelterschließung liefert.
3. Versuchen Sie zu beschreiben, welche Erfahrungen die Schüler im Umgang mit geometrischen Körperformen gewinnen und an welchen Stellen es den Schülern schwerfällt, raumgeometrische Betrachtungen nachzuvollziehen.
4. Notieren Sie, welche Begriffe der ebenen Geometrie verwendet und welche Begriffe neu erarbeitet werden. Wie lernen die Schüler neue geometrische Formen kennen? Welche Rolle kommt dabei dem eigenen Handeln zu?
5. Halten Sie fest, welche Fertigkeiten einzelne Schüler beim geometrischen Zeichnen, Skizzieren und Konstruieren bereits besitzen und überlegen Sie, welche Möglichkeiten zur Ausbildung feinmotorischer Fähigkeiten bestehen.

Anmeldungen

  • Modulanmeldung
    Voraussetzung für die Teilnahme am Tagespraktikum im Sommersemester ist die Anmeldung zum jeweiligen Kernfach-Modul im Sommersemester. Diese erfolgt in der üblichen Einschreibezeit via TOOL.
    In den Kernfächern Ethik und Sport erfolgt die Anmeldung bereits im Wintersemester (3. Semester), da sich das Modul über zwei Semester erstreckt.
  • Anmeldung zum Praktikum in den Kernfächern Sorbisch, Sport, Kunst und Evangelische Religion
    Hier ist eine Platzreservierung im Dezember des vorangehenden WiSe notwenig. Die Anmeldung erfolgt über TOOL.
    Die eigentliche Buchung des Praktikumsplatzes erfolgt dann über das PRAKTIKUMSPORTAL.
    Den jeweils aktuellen Zeitraum dafür erfahren Sie auf den Seiten des ZLS.
  • Anmeldung zum Praktikum in den Kernfächern Deutsch, Mathematik, Englisch und Musik 
    Sie müssen sich nicht anmelden sondern sind bereits automatisch angemeldet. Nur, wenn Sie das Tagespraktikum SPS III nicht unmittelbar nach dem Tagespraktikum SPS II absolvieren, ist eine KONTAKTAUFNAHME (Anfragen zu Schulpraktika) notwendig - möglichst in der ersten Vorlesungswoche des vorangehenden Wintersemesters.

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